Non-entry for insufficiently reasoned social insurance complaint

8C_37/2010Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico18 feb 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant's complaint against a cantonal non-entry decision in unemployment insurance was inadmissible because it did not specifically address the decisive non-entry ground and did not demonstrate a violation of federal or constitutional law. The Court disposed of the matter in simplified procedure and waived court costs under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; challenge to a non-entry decision: the appeal must specifically and substantively address the decisive non-entry ground of the cantonal authority. A merely abstract or complaint-oriented submission, or one limited to expressions of surprise at the procedural handling, does not satisfy the federal reasoning requirement. Where the admissibility defect is evident, the Federal Supreme Court may decide in simplified procedure without entering into the merits (consid. 1-2). If court costs are waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG, a request for exemption is moot.

Testo completo

{T 0/2}
8C_37/2010

Urteil vom 18. Februar 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Dienststelle Wirtschaft und Arbeit Luzern (wira),
Stab Recht, Bürgenstrasse 12, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 27. November 2009.

Nach Einsicht
in die am 14. Januar 2010 von A.________ persönlich überbrachte Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 27. November 2009,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennt dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass die Begründung sachbezogen sein muss, d.h. sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids, die für dessen Ergebnis ausschlaggebend sind, auseinanderzusetzen hat; wird ein Nichteintretensentscheid angefochten, ist in der Beschwerdebegründung auf den von der Vorinstanz herangezogenen Nichteintretensgrund einzugehen,
dass die Vorinstanz gestützt auf § 135 Abs. 3 des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG/LU) androhungsgemäss auf eine bei ihr am 23. Oktober 2009 eingereichte, in der Folge trotz zweimaliger Aufforderung nicht innert gesetzter Frist verbesserte Eingabe androhungsgemäss nicht eintrat,
dass der Versicherte letztinstanzlich - soweit sich mit der hier allein interessierenden formellen Seite des Entscheids auseinandersetzend - in Wesentlichen einzig seiner Verwunderung darüber Ausdruck verleiht, vom kantonalen Gericht überhaupt und zudem derart schnell nach Beschwerdeerhebung zur Verbesserung aufgefordert worden zu sein, ohne dass sich daraus ergäbe, inwieweit das kantonale Gericht mit dieser Vorgehensweise gegen Bundesrecht oder kantonales Verfassungsrecht (zu den weiteren vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründen im Einzelnen siehe die bereits erwähnten Art. 95 ff. BGG) verstossen haben könnte, was aber gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG Voraussetzung ist, damit auf die Beschwerde letztinstanzlich eingetreten werden kann,

dass deshalb die Angelegenheit im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG zu erledigen ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit das Gesuch um Befreiung derselben gegenstandslos ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 18. Februar 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Parole chiave

non-entryadmissibilityreasoning requirementsimplified procedurecourt costsunemployment insurance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal complaint met the reasoning requirements under Art. 42 BGG

Decisione estratta

No. The appellant did not engage with the decisive non-entry ground and failed to show any violation of federal or constitutional law.

Motivazione estratta

A federal appeal must state requests and reasoning; when a non-entry decision is challenged, the appellant must specifically address the lower court's non-entry ground. Mere surprise at the procedural handling was insufficient.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal should be dealt with under the simplified procedure

Decisione estratta

Yes. Because the appeal lacked the required reasoning, the matter was resolved in the simplified procedure.

Motivazione estratta

The absence of a sufficient appeal submission justified disposal without full proceedings.

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