Non-entry for insufficient reasoning under Art. 42 BGG

8C_310/2007Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico3 ago 2007Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The appellant challenged a cantonal social insurance judgment concerning supplementary benefits. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the requirements of Art. 42 BGG because it lacked sufficient reasoning. A later submission did not cure the defect, since it remained inadequate and was filed after the appeal period. The court therefore did not enter into the matter and ordered court costs of CHF 250, offset against the advance payment, with CHF 250 to be refunded.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG; Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: Zulässigkeit und Begründungsanforderungen der Beschwerde. Ein Rechtsmittel muss die Begehren und eine gedrängte Begründung enthalten, aus der hervorgeht, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Ein bloss materiell ungenügend begründetes Rechtsmittel ist nicht mit einer Nachfrist zu verbessern; eine Heilungsmöglichkeit besteht nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Fällen. Wird eine ungenügende Eingabe erst nach Ablauf der Beschwerdefrist ergänzt, bleibt sie unbeachtlich. Bei Nichteintreten sind die Kosten nach Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG aufzuerlegen.

Testo completo

{T 0/2}
8C_310/2007

Urteil vom 3. August 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
K.________, Beschwerdeführer,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Eingaben gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Mai 2007.

Das Präsidium der I. sozialrechtlichen Abteilung hat nach Einsicht
in die Eingabe des K.________ vom 8. Juni 2007 (Poststempel) gegen einen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Mai 2007 (EL 2007/6),
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei in der Begründung gemäss Abs. 2 desselben Artikels in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt,
dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. Juni 2007 diesen Begründungsanforderungen nicht gerecht wird,
dass das Ansetzen einer angemessenen Frist zur Behebung des Mangels nur in den in Art. 42 Abs. 5 oder 6 BGG erwähnten Fällen zulässig ist, worunter das inhaltliche Ungenügen des Rechtsmittels nicht fällt (vgl. BGE 130 I 312 E. 1.3.1 S. 320, 123 II 359 E. 6b/bb S. 369, 118 Ib 134 E. 2 S. 135, je mit Hinweis),

dass auch das nachträgliche Schreiben des Beschwerdeführers vom 21. Juni 2007 nichts ändert, weil es - trotz dem ausdrücklichen Hinweis des Bundesgerichts in der Mitteilung vom 11. Juni 2007 über die Formerfordernisse des Rechtsmittels und über die nur innert der Beschwerdefrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit - wiederum kein genügendes Rechtsmittel darstellt und überdies erst am 22./25. Juni 2007 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereicht worden ist,

in Anwendung von Art. 65 sowie Art. 66 Abs. 1 BGG und im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG,
erkannt:

1.
Auf die Eingaben vom 8. und 21. Juni 2007 wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 250.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.-; der Differenzbetrag von Fr. 250.- wird ihm zurückerstattet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der Sanitas Krankenversicherung, Zürich, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 3. August 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

admissibilityreasoning requirementnon-entryappeal deadlinecourt costssocial insurancesupplementary benefits

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal met the reasoning requirements of Art. 42 BGG

Decisione estratta

The filing did not satisfy the statutory requirements because it failed to explain, in concise form, how the challenged decision violated the law.

Motivazione estratta

Art. 42 paras. 1 and 2 BGG require specific requests and reasoning. The defect was substantive, so no period to cure it could be granted under Art. 42 paras. 5 or 6 BGG.

Questione giuridica chiave

Whether the later submission of 21 June 2007 could cure the defect

Decisione estratta

It could not, because it still did not constitute a sufficient appeal and was filed after the appeal deadline.

Motivazione estratta

The court had expressly indicated the formal requirements and the possibility of correction only within the appeal period; the later letter was both inadequate and untimely under Art. 100 para. 1 BGG.

Questione giuridica chiave

Costs of the non-entry decision

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant, offset against the advance payment, with the balance to be refunded.

Motivazione estratta

Costs were ordered under Art. 66 para. 1 BGG in conjunction with Art. 65 BGG.

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