Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

8C_264/2013Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico3 mag 2013Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant's filing against a Federal Administrative Court decision in an invalidity insurance matter did not satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG. It did not address the decisive grounds of the lower judgment, particularly the insured event and the possible start of a pension entitlement. As a result, the Court did not enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG. Given the circumstances, it waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Anforderungen an die Beschwerdebegründung im Verfahren vor Bundesgericht. Die Rechtsmittelschrift hat in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; eine rein appellatorische Kritik genügt nicht. Das Bundesgericht tritt auf ein Rechtsmittel nicht ein, wenn sich die Beschwerde mit den für den Entscheid massgebenden Erwägungen des Vorinstanzurteils nicht sachbezogen und hinreichend substanziiert auseinandersetzt, namentlich nicht mit den tragenden tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen. Eine Verbesserung von Amtes wegen oder eine Nachfristsetzung entfällt bei offensichtlicher Unzulässigkeit (vgl. Art. 108 Abs. 1 BGG; consid. 1). Kosten können ausnahmsweise nach Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG erlassen werden.

Testo completo

8C_264/2013 {T 0/2}

Urteil vom 3. Mai 2013
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
N.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Februar 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des N.________ vom 10. April 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 20. Februar 2013,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass die Beschwerde vom 10. April 2013 den erwähnten Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie sich nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgebenden Erwägungen der Vorinstanz (insbesondere bezüglich des Eintritts des Versicherungsfalls bzw. des Zeitpunktes der Entstehung eines allfälligen Rentenanspruchs) auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das vorinstanzliche Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt resp. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,

dass hieran auch die in appellatorischer Weise erhobenen Einwendungen des Beschwerdeführers zur gesundheitlichen und früheren erwerblichen Situation ebenso wenig etwas ändern wie die zum Vornherein unbehelflichen Vorbringen, in Anwendung eines allgemeinen Rechtsgrundsatzes seien die für ihn günstigeren, d.h. die früheren gesetzlichen Bestimmungen über die Mindestbeitragsdauer zur Anwendung zu bringen, zumal das Sozialversicherungsrecht den damit sinngemäss angesprochenen Grundsatz "in dubio pro assicurato" nicht kennt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 477 mit Hinweisen; Urteile 8C_303/2012 vom 6. Dezember 2012 und 8C_588/2007 vom 27. August 2008 E. 11.2 mit Hinweisen),

dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage des Beschwerdeführers, keine hinreichende Begründung und somit kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,

dass demnach auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 3. Mai 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Parole chiave

inadmissibilityreasoned appealinsufficient substantiationsocial insurancecourt costssimplified procedure

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Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal met the statutory reasoning requirements.

Decisione estratta

No. The appeal failed to explain in a concrete and sufficiently substantiated way how the Federal Administrative Court violated federal law or established the facts incorrectly.

Motivazione estratta

Under Art. 42 BGG, an appeal must contain requests and a concise statement of reasons; mere appellatory criticism is insufficient. The filing did not engage with the decisive findings, especially the occurrence of the insured event and the possible start of any pension entitlement.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be waived in the federal proceedings.

Decisione estratta

Yes. In view of the circumstances, the court refrained from charging judicial costs.

Motivazione estratta

Art. 66(1) sentence 2 BGG allows costs to be waived exceptionally on equitable grounds.

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