Non-entry for insufficiently reasoned appeal in invalidity insurance

8C_254/2013Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico25 apr 2013Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person appealed a Zurich Social Insurance Court judgment in an invalidity insurance matter. The Federal Court held that both versions of the appeal failed to meet the formal reasoning requirements of Art. 42 BGG because they did not engage with the cantonal court's grounds, especially the assessment of changed circumstances and disability. As the defect was not curable beyond the appeal period, the Court did not enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG. It waived court costs in view of the circumstances.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Anforderungen an die Beschwerdebegründung und Nichteintreten mangels hinreichender Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen. Die Beschwerde muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, und sich konkret mit den tragenden Erwägungen befassen. Bloss pauschale oder appellatorische Kritik genügt nicht. Wird die Begründung trotz ausdrücklichem Hinweis auf die Formerfordernisse und die binnen Rechtsmittelfrist bestehende Verbesserungsmöglichkeit nicht nachgebessert, ist ohne Nachfristansetzung im vereinfachten Verfahren auf das Rechtsmittel nicht einzutreten (vgl. auch BGE 134 II 244 E. 2.4). Gerichtskosten können ausnahmsweise erlassen werden.

Testo completo

{T 0/2}
8C_254/2013

Urteil vom 25. April 2013
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
R.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Februar 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der R.________ vom 8. April 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Februar 2013,

in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 10. April 2013, worin u. a. auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,

in die daraufhin dem Bundesgericht zugestellte Beschwerde der Versicherten vom 19. April 2013 (Poststempel),

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176, 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),

dass die Beschwerde vom 8. bzw. 19. April 2013 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie sich nicht in konkreter Weise mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides, insbesondere bezüglich der infolge Neuanmeldung zu prüfenden Veränderung der relevanten Verhältnisse sowie der vorgenommenen Invaliditätsbemessung, auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,

dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage der Beschwerdeführerin, keine hinreichende Begründung und somit kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht auf die Formerfordernisse von Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit am 10. April 2013 ausdrücklich hingewiesen hat,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 25. April 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Parole chiave

admissibilityreasoned appealformal requirementsnon-entrysocial insuranceinvalidity insurancecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG, especially a sufficient statement of reasons.

Decisione estratta

No. The appeal did not concretely address the contested reasoning and therefore did not satisfy the minimum requirements for a valid remedy.

Motivazione estratta

The appellant failed to engage with the cantonal court's findings, in particular on changed circumstances after re-registration and on the invalidity assessment, and did not show any violation of federal law or an obviously incorrect factual finding.

Questione giuridica chiave

Whether a deadline for curing the defective appeal had to be set.

Decisione estratta

No. Given the circumstances and the earlier warning from the court, no additional cure period was granted.

Motivazione estratta

The Federal Court had expressly pointed out the formal requirements and the possibility of correction only within the appeal period; therefore a later grace period was unnecessary.

Questione giuridica chiave

Court costs in the Federal Court proceedings.

Decisione estratta

No court costs were charged.

Motivazione estratta

The circumstances justified waiving costs under Art. 66(1) second sentence BGG.

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