Non-entry for insufficiently reasoned unemployment insurance appeal

8C_240/2011Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico21 apr 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person appealed a cantonal unemployment-insurance decision to the Federal Court, but her submissions did not address the decisive reasoning of the cantonal judgment and contained no sufficiently clear request for relief. The Court held that the appeal failed to satisfy the formal requirements of Art. 42 BGG and was therefore not admissible under the simplified procedure of Art. 108 BGG. Given the non-entry, no court costs were imposed, and the request for free legal aid became moot.

Massima Omnilex

Art. 42 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal: the appeal must set out in concise form the relief sought and the reasons showing how the challenged decision violates law; the appellant must specifically engage with the cantonal court's reasoning. Bare assertions or unsubstantiated complaints are insufficient. If these requirements are not met, the Court may decline to enter into the matter in simplified procedure. Where no costs are levied pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG, a request for legal aid may become moot.

Testo completo

8C_240/2011 {T 0/2}

Urteil vom 21. April 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 17. Februar 2011.

Nach Einsicht
in die dem Bundesgericht vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern überwiesene Beschwerde der S.________ vom 8. März 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kan-tons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 17. Febru-ar 2011 und das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Prozess-führung,
in die nach Erlass der Verfügung vom 14. März 2011 betreffend Frage der Dossiereröffnung sowie Hinweisen auf die Gültigkeitsanforderungen an Beschwerden und an die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung dem Bundesgericht von S.________ am 23. März 2011 (Poststempel) zugestellte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bun-desgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass sich die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben vom 8. und 23. März 2011 mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz nicht in hinreichender Weise auseinandersetzt, indem sie namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 ff. BGG bzw. eine qualifiziert fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die in unsubstanziierter Weise vorgebrachten Einwendungen bezüglich der "Lohnverhandlung" bzw. des "mangelnde(n) Arbeitsinteresse(s)" und eines "schwere(n) Vergehen(s) (recte: Verschuldens im Sinne von Art. 45 Abs. 3 AVIV) nichts ändern,
dass dieser Begründungsmangel offensichtlich ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),

dass die Eingaben überdies kein rechtsgenügliches Begehren enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG),
dass demnach, bei allem Verständnis für die Lage der Beschwerde-führerin, kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht die Versicherte in der Verfügung vom 14. März 2011 u.a. auf die Gültigkeitserfordernisse von Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch mögliche Verbesserung der mangelhaften Eingabe ausdrücklich hingewiesen hatte,
dass demzufolge im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, weshalb sich das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Prozessführung als gegenstandslos erweist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. April 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Parole chiave

non-entryadmissibilityreasoned appealunemployment insurancelegal aidcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Court appeal met the admissibility requirements of Art. 42 BGG and Art. 108 BGG.

Decisione estratta

The submissions did not sufficiently engage with the cantonal court's reasoning and contained no proper prayer for relief; the appeal was inadmissible.

Motivazione estratta

The appellant failed to show any violation of federal law or clearly erroneous fact-finding and did not formulate a legally sufficient request, despite being warned and given a chance to correct the defects.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged and whether legal aid should be granted.

Decisione estratta

No court costs were levied, and the request for legal aid became moot.

Motivazione estratta

Under Art. 66(1) second sentence BGG, the Court waived costs; because no costs were imposed, the legal-aid request no longer had practical significance.

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