No adequate causal link for psychiatric aftereffects of accident

8C_218/2009Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico19 mag 2009Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the insured person’s complaint against SUVA and the Bern cantonal court. It held that the psychiatric complaints following the 2006 ice-slip accident were no longer in an adequately causal relationship with the accident, even if the event were classified as medium-severity. The complaint did not meet the federal reasoning requirements on the request for a higher pension and higher integrity compensation, and remittal was unnecessary. Free legal aid was refused because the case lacked prospects of success. Court costs of CHF 750 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 BGG, Art. 109 BGG; inadmissibility and summary dismissal of a manifestly unfounded social-insurance complaint. A federal complaint that merely repeats the arguments already rejected below, without engaging with the challenged reasoning, does not satisfy the motivation requirements. In accident insurance, the adequacy of a causal link between an accident and psychiatric sequelae is denied where, even in case of a medium-severity accident, none of the decisive adequacy criteria are fulfilled in a particularly pronounced or cumulative manner (consid. 2). Where the record is sufficient, remittal is unnecessary under anticipatory assessment of evidence. Free legal aid is excluded if the appeal has no prospects of success.

Testo completo

{T 0/2}
8C_218/2009

Urteil vom 19. Mai 2009
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Niquille, Bundesrichter Maillard,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
S.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Januar 2009.

In Erwägung,
dass S.________, geboren 1957, am 22. Februar 2006 bei einem Sturz auf Glatteis eine Verletzung des linken Oberarms (Bizepssehnen-Abriss links) erlitt, welche am 31. März 2006 einen operativen Eingriff am linken Bizeps erforderlich machte,

dass die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ihre Heilkosten- und Taggeldleistungen für diesen Unfall nach verschiedenen Untersuchungen und Behandlungen gestützt auf den Bericht des Dr. med. A.________ zur Abschlussuntersuchung vom 14. August 2007 auf Ende März 2008 einstellte, wobei sie dem Versicherten mit Verfügung vom 7. April 2008 für die Unfallfolgen - ohne Berücksichtigung der psychischen Überlagerung, die nicht als adäquat-kausal erachtet wurde - eine ab 1. April 2008 laufende Invalidenrente von 16 % sowie eine Integritätsentschädigung (IE) von 5 % zusprach,

dass die SUVA eine dagegen erhobene Einsprache insofern teilweise guthiess, als sie die zugesprochene Invalidenrente von 16 % auf 17 % erhöhte, sie im Übrigen aber abwies (Einspracheentscheid vom 24. Juni 2008),
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs- rechtliche Abteilung, die vom Versicherten eingereichte Beschwerde sowie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Entscheid vom 28. Januar 2009 abwies,
dass S.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen lässt mit den Anträgen, in Aufhebung des vorinstanz- lichen Entscheides seien ihm "die Kosten der psychiatrischen Heilung zuzusprechen"; eventualiter "sei die Berentung und die IE angemessen zu erhöhen"; "eventualiter sei das Verfahren im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen"; schliesslich sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung zu gewähren,

dass bezüglich der für die Beurteilung der geltend gemachten Leistungsansprüche massgebenden rechtlichen Grundlagen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Akten und die Rechtsprechung ausführlich dargelegt hat, weshalb zwischen dem Unfall vom 22. Februar 2006 und den geltend gemachten psychischen Beschwerden des Versicherten kein adäquater Kausalzusammenhang mehr besteht, so dass eine weitere Leistungspflicht des Unfallversicherers hiefür entfällt,

dass die letztinstanzliche Beschwerde, soweit sie sich in einer blossen Wiederholung der vorinstanzlichen Ausführungen erschöpft und sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinandersetzt, den Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht genügt (BGE 134 II 244 E. 2.3 S. 246 f.), weshalb darauf nicht näher einzugehen ist,

dass entgegen der Meinung des Beschwerdeführers nicht nur auf Grund seiner Angaben ein leichter Unfall angenommen und der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Störungen von vornherein verneint wurde, sondern ausdrücklich auch bei der Qualifizierung des Unfallereignisses als mittelschwer infolge der nicht in besonders ausgeprägter oder in gehäufter Weise erfüllten Adäquanzkriterien die Voraussetzungen für die Bejahung der adäquaten Kausalität eindeutig nicht gegeben sind (vgl. BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183; 115 V 133 E. 6 S. 138 ff. mit weiteren Hinweisen; Urteile A. vom 25. Februar 2008, 8C_214/2007 und Z. vom 19. November 2007, U 2/07),
dass sich auch die in der letztinstanzlichen Beschwerde erhobene Kritik namentlich bezüglich der vorinstanzlichen "Demütigung" bzw. "Erniedrigung" des - angeblich nicht ernst genommenen - Versicherten als haltlos erweist und von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs durch das kantonale Gericht u.a. zufolge "nachlässige(r) Bearbeitung (des Falles)" keine Rede sein kann,
dass auch sämtliche übrigen Einwände des Beschwerdeführers zu keiner andern Beurteilung zu führen vermögen,

dass es der in der Beschwerde eventualiter beantragten Rückweisung des Verfahrens nicht bedarf, weshalb hievon abzusehen ist (s.a. antizipierte Beweiswürdigung; BGE 127 V 491 E. 1b S. 494; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 176 E. 3.6; SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4b S. 28),

dass demzufolge auch insoweit auf die Entscheide von SUVA und Vorinstanz verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass im Übrigen auf den Eventualantrag des Beschwerdeführers, "es sei die Berentung und die IE angemessen zu erhöhen", schon infolge fehlender Begründung der Beschwerde (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) nicht eingetreten werden kann,

dass sich somit die Beschwerde - soweit nicht unzulässig - als offensichtlich unbegründet erweist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG (summarische Begründung) und ohne Schriftenwechsel (Art. 102 BGG) zu erledigen ist,

dass daher das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit des Verfahrens abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),

dass bei diesem Ausgang die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 19. Mai 2009

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Parole chiave

accident insuranceadequate causal linkpsychiatric sequelaefree legal aidmotivational requirementssummary procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether further benefits for psychiatric complaints were owed after the accident

Decisione estratta

No further liability of the accident insurer existed because the psychiatric complaints were no longer adequately causally connected to the accident.

Motivazione estratta

The cantonal court correctly found, on the file and case law, that the adequacy requirements were not met, even assuming a medium-severity accident; the relevant criteria were neither particularly pronounced nor cumulatively present.

Questione giuridica chiave

Whether the disability pension and integrity compensation had to be increased

Decisione estratta

No admissible, reasoned challenge justified a further increase.

Motivazione estratta

The complaint did not sufficiently engage with the lower judgment and, on the merits, the arguments did not change the assessment.

Questione giuridica chiave

Whether the case had to be remitted for further proceedings

Decisione estratta

Remittal was unnecessary.

Motivazione estratta

The court found the existing record sufficient and relied on anticipatory appraisal of evidence.

Questione giuridica chiave

Whether free legal aid should be granted

Decisione estratta

No, because the appeal had no prospect of success.

Motivazione estratta

Since the complaint was manifestly unfounded or inadmissible in part, the statutory condition of non-frivolous prospects was missing.

Questione giuridica chiave

Who bears the federal court costs

Decisione estratta

The appellant had to bear the costs of the federal proceedings.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the case.

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