Appeal inadmissible for insufficient reasoning

8C_174/2012Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico2 mar 2012Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the insured person's appeal against the cantonal social insurance judgment was inadmissible because the filing contained no request and did not specifically challenge the lower court's reasoning. As a result, the court did not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. In view of the circumstances, it exceptionally waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of an appeal: a remedy must contain a request and a reasoned challenge to the contested decision. The appellant must engage with the decisive considerations of the lower judgment and show, in concise form, which legal norms were allegedly violated and, where relevant, why the factual findings are erroneous. A merely incomplete or generic submission is not a valid appeal. In such a case, the court may decline to enter without setting a period for rectification (cf. consid. 1).

Testo completo

{T 0/2}
8C_174/2012

Urteil vom 2. März 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
E.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Unfallversicherung Stadt Zürich, Stadelhoferstrasse 33, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 15. Dezember 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des E.________ vom 13. Februar 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Dezember 2011,
in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 14. Februar 2012 betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) am 18. Februar 2012 (Poststempel) erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Eingaben des Beschwerdeführers vom 13./18. Februar 2012 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügen, da sie kein Begehren enthalten und sich der Versicherte nicht in konkreter Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 BGG unrichtig oder unvollständig festgestellt haben sollte,
dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl der angefochtene vorinstanzliche Entscheid gemäss Verfügung des Bundesgerichts vom 14. Februar 2012 nachgereicht worden ist,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren ausnahmsweise abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. März 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Parole chiave

inadmissibilityreasoned appealformal requirementsnon-entrycourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the formal requirements for admissibility under the Federal Supreme Court Act

Decisione estratta

The filing did not satisfy the minimum reasoning requirements and therefore did not constitute a valid remedy.

Motivazione estratta

The appellant failed to state any request and did not specifically address the cantonal court's reasoning or show a violation of federal law or incorrect fact-finding. No opportunity to cure was granted.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged in the federal proceedings

Decisione estratta

Court costs were exceptionally waived.

Motivazione estratta

Given the circumstances, the court departed from the ordinary cost rule.

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