Inadmissibility for insufficient reasoning in social assistance appeal

8C_143/2011Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico11 mar 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court considered a complaint in a social assistance matter against a Zurich Administrative Court judgment. After the appellant was notified that the filing appeared formally deficient and could be corrected only within the appeal period, his later submission still failed to address the lower court’s reasoning or plead constitutional violations with the specificity required for cantonal-law cases. The Court therefore found that no valid remedy had been filed and declined to enter into the complaint under the simplified procedure. Owing to the circumstances, it waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Beschwerdebegründung bei Rügen gegen kantonales Recht. Gegen einen auf kantonalem Recht beruhenden Entscheid ist vor Bundesgericht die blosse Rüge der Verletzung kantonalen Rechts unzulässig; erforderlich ist die substanziierte Darlegung einer Verletzung verfassungsmässiger Rechte anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids. Für Grundrechtsrügen gilt die qualifizierte Rügepflicht; der Untersuchungsgrundsatz von Art. 106 Abs. 1 BGG greift insoweit nicht. Werden die gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht erfüllt und wird der Mangel trotz Hinweis des Gerichts nicht fristgerecht behoben, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten (vgl. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Von Gerichtskosten kann ausnahmsweise abgesehen werden (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Testo completo

{T 0/2}
8C_143/2011

Urteil vom 11. März 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
N.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stadt X.________,
vertreten durch die Sozialabteilung, Stadtverwaltung,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich
vom 30. Dezember 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des N.________ vom 17. Februar 2011 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Abteilung, vom 30. Dezember 2010,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 21. Februar 2011, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse nicht zu erfüllen scheint und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich ist,
in die daraufhin von N.________ dem Bundesgericht zugestellte Eingabe vom 22. Februar 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass bei Beschwerden, die sich - wie vorliegend - gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbstständigen Beschwerdegrund bildet; vielmehr hat die Beschwerde führende Person darzulegen, inwiefern der beanstandete Akt gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll (BGE 135 V 94 E. 1 S. 95),
dass hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht gilt, weshalb insofern eine qualifizierte Rügepflicht besteht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; vgl. auch BGE 133 IV 286 ff.),
dass es daher der Beschwerde führenden Person obliegt (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen, die nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG für die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben), klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit weiteren Hinweisen),
dass die Eingaben vom 17. und 22. Februar 2011 den vorerwähnten Anforderungen offensichtlich nicht genügen, indem namentlich nicht anhand der vorinstanzlichen Erwägungen aufgezeigt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern diese durch das angefochtene Urteil des kantonalen Gerichts verletzt worden sein sollen, wobei die Beschwerde insbesondere die gesetzlichen Erfordernisse der qualifizierten Rügepflicht nicht erfüllt,
dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht den Beschwerdeführer auf die entsprechenden Anforderungen an Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Möglichkeit einer Verbesserung der Eingabe in der Mitteilung vom 21. Februar 2011 eigens hingewiesen hatte,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. März 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Parole chiave

social assistanceinadmissibilityreasoning requirementconstitutional complaintqualified pleadingcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint met the reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Decisione estratta

No. The submissions did not sufficiently show, by reference to the lower-court reasoning, which constitutional rights were violated and how.

Motivazione estratta

For appeals against cantonal-law decisions, mere violation of cantonal law is not an independent ground. Constitutional grievances must be specifically and clearly pleaded under the qualified reasoning requirement of Art. 106(2) BGG; the appellant failed to do so despite a warning and opportunity to cure within time.

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Supreme Court could enter into the appeal.

Decisione estratta

No. The filing was obviously inadmissible, so no valid remedy had been filed.

Motivazione estratta

Because the complaint did not satisfy the formal requirements of Art. 42 BGG and was not properly cured within the appeal period, the Court had to decline entry under Art. 108(1)(b) BGG.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged.

Decisione estratta

No court costs were charged in view of the circumstances.

Motivazione estratta

The Court exercised its discretion under Art. 66(1) second sentence BGG to waive costs.

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