Appeal against seizure notice declared inadmissible

7B.232/2001Tribunale federale / II divisione penale3 dic 2001Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The debtor appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal supervisory judgment upholding a seizure notice in debt enforcement proceedings. The Court held that only the supervisory authority's decision was the object of appeal, not the enforcement office's summons, the legal-opening ruling, or the underlying tax debt. It further held that the complaint was insufficiently reasoned and did not show any misapplication of the rules on seizure notices. The appeal was therefore inadmissible and no entry was made.

Massima Omnilex

Art. 17 Abs. 1 and Art. 19 SchKG; scope of review in complaints against debt-enforcement measures and admissibility requirements. A complaint under the SchKG lies only against acts of the debt-enforcement or bankruptcy office; it cannot be used to attack the underlying legal-opening decision, the substantive debt claim, or other proceedings preceding the challenged office act. The object of federal review is exclusively the cantonal supervisory decision. Moreover, the appellant must substantiate, in accordance with Art. 79 Abs. 1 OG, how the challenged decision violates federal law. Absent such reasoning, especially where the service of a seizure notice is found timely under Art. 90 SchKG, the complaint is inadmissible (consid. 2-3).

Testo completo

[AZA 0/2]
7B.232/2001/min

SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER


  1. Dezember 2001

Es wirken mit: Bundesrichterin Nordmann, Präsidentin der
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichterin Escher,
Bundesrichter Meyer und Gerichtsschreiber Levante.


In Sachen
Y.________, Beschwerdeführer,

gegen
das Urteil vom 21. September 2001 der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn (Obergericht des Kantons Solothurn),

betreffend
Pfändungsankündigung,
wird festgestellt und in Erwägung gezogen:
__________________________________________

1.- In der Betreibung Nr. ... gegen Y.________ kündigte das Betreibungsamt Olten-Gösgen am 29. August 2001 die Pfändung auf den 7. September 2001 an. Y.________ erhob gegen die Pfändungsankündigung Beschwerde, welche die Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn (Obergericht des Kantons Solothurn) mit Urteil vom 21. September 2001 abwies, soweit sie darauf eintrat.

Y.________ hat den Entscheid der Aufsichtsbehörde mit Beschwerdeschrift vom 4. Oktober 2001 (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Er verlangt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und der Pfändungsankündigung vom 29. August 2001.

Die Aufsichtsbehörde schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Eine Vernehmlassung des Betreibungsamtes ist nicht eingeholt worden.

2.- Anfechtungsobjekt der Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG ist einzig der Entscheid der Aufsichtsbehörde vom 21. September 2001, der die Beschwerde gegen die Pfändungsankündigung vom 29. August 2001 zum Gegenstand hat. Der Beschwerdeführer rügt daher vergeblich die Verfügung des Betreibungsamtes vom 17. September 2001, mit welcher er zum Pfändungsvollzug auf die Amtsstelle vorgeladen wurde.

3.- Verfügt der Gläubiger über einen rechtskräftigen Zahlungsbefehl, kann er die Fortsetzung der Betreibung verlangen (Art. 88 Abs. 1 SchKG). Aus den - für die erkennende Kammer verbindlichen (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG) - Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz sowie den Akten geht hervor, dass die Amtsgerichtspräsidentin von Olten-Gösgen in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Olten-Gösgen für den Forderungsbetrag von Fr. 500.-- nebst Zinsen und Betreibungskosten mit Urteil vom 13. Juni 2001 die definitive Rechtsöffnung erteilte, und der Gläubiger am 8. August 2001 das Begehren um Fortsetzung der Betreibung stellte. Die Aufsichtsbehörde hat erwogen, das Betreibungsamt habe dem Fortsetzungsbegehren zu Recht Folge geleistet, da gegen den Rechtsöffnungsentscheid gemäss Art. 243 Abs. 2 ZPO/SO kein ordentliches Rechtsmittel offen stand. Der Beschwerdeführer legt in keiner Weise dar (Art. 79 Abs. 1 OG), inwiefern die Aufsichtsbehörde die Regeln über die Fortsetzung der Betreibung oder andere Bundesrechtssätze verletzt habe, wenn sie geschlossen hat, das Betreibungsamt habe zu Recht die rechtskräftige Beseitigung des Rechtsvorschlages angenommen.
Der Beschwerdeführer behauptet im Übrigen selber nicht, dass er gegen den Rechtsöffnungsentscheid ein ausserordentliches Rechtsmittel eingelegt habe, dem aufschiebende Wirkung zuerkannt worden sei. Soweit sich der Beschwerdeführer sinngemäss gegen den Rechtsöffnungsentscheid, das Rechtsöffnungsverfahren oder die materielle Begründetheit der in Betreibung gesetzten Steuerforderung wendet, kann er von vornherein nicht gehört werden: Mit betreibungsrechtlicher Beschwerde können einzig Verfügungen eines Betreibungs- oder Konkursamtes überprüft werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG). Die Aufsichtsbehörde hat im Weiteren verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 i.V.m.

Art. 81 OG), dass die Pfändungsankündigung dem Beschwerdeführer am 6. September 2001, ein Tag vor dem Vollzug, zugestellt worden ist; die Pändungsankündigung sei daher rechtzeitig erfolgt. Inwiefern die Aufsichtsbehörde die Regeln über die Pfändungsankündigung (vgl. Art. 90 SchKG) unrichtig angewendet habe, legt der Beschwerdeführer nicht dar (Art. 79 Abs. 1 OG). Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unzulässig.
Demnach erkennt
die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:
_________________________________________

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Olten-Gösgen und der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn (Obergericht des Kantons Solothurn) schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 3. Dezember 2001

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Die Präsidentin:

Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

debt enforcementseizure noticeadmissibilitylegal openingscope of reviewsubstantiation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal could challenge the seizure notice and earlier legal-opening proceedings.

Decisione estratta

The appeal could only be directed against the supervisory authority's decision; objections to the enforcement office's summons, the legal-opening decision, or the underlying tax claim were outside the scope of review.

Motivazione estratta

Under Art. 19 SchKG and Art. 17 SchKG, only acts of the debt enforcement or bankruptcy office are reviewable, and the challenged object was solely the supervisory authority's judgment. The debtor did not show any admissible basis to attack the legal-opening ruling.

Questione giuridica chiave

Whether the complaint sufficiently alleged a violation of seizure-notice rules.

Decisione estratta

No sufficient substantiation was provided, and the complaint was therefore inadmissible.

Motivazione estratta

The supervisory authority found that the seizure notice was served in time, one day before execution. The appellant did not explain how the rules on seizure notices under Art. 90 SchKG were misapplied.

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