Federal nullity complaint dismissed as moot after cantonal retrial order

6S.476/2005Tribunale federale / Divisione penale22 mag 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X. was convicted by the Zurich High Court of attempted commercial fraud and sentenced to three months' imprisonment, suspended for two years. He filed a federal nullity complaint, but in the meantime the Zurich Cantonal Court of Cassation upheld his cantonal nullity complaint, set aside the conviction and sentence, and remitted the case. The Federal Court therefore found that no appealable object remained and removed the federal complaint from the docket as moot. It ordered no costs and no compensation.

Massima Omnilex

Art. 132 Abs. 1 BGG; Art. 268 ff. BStP: Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ist nach altem Verfahrensrecht zu beurteilen, wenn der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten des BGG ergangen ist. Fällt der vor Bundesgericht angefochtene kantonale Entscheid im Verlauf des Verfahrens dahin, weil eine kantonale Nichtigkeitsbeschwerde gutgeheissen und der Entscheid aufgehoben sowie die Sache zurückgewiesen wird, fehlt es an einem Anfechtungsobjekt; die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Bei diesem Ausgang werden praxisgemäss keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen; wer mehrere Rechtsmittel ergreift, trägt das Risiko der Gegenstandslosigkeit eines Rechtsmittels selbst.

Testo completo

{T 0/2}
6S.476/2005 /bri

Beschluss vom 22. Mai 2007
Kassationshof

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Ferrari, Favre,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Albrecht,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Gewerbsmässiger Betrug,

Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 5. Oktober 2005.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Obergericht des Kantons Zürich sprach X.________ mit Urteil vom 5. Oktober 2005 des versuchten gewerbsmässigen Betrugs schuldig und bestrafte ihn mit drei Monaten Gefängnis, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren.

X.________ führt eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde und beantragt, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben.
2.
Der angefochtene Entscheid ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf das Rechtsmittel ist daher noch das frühere Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario), hier somit dasjenige der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP.
3.
Der Beschwerdeführer hat neben der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde auch eine kantonale Nichtigkeitsbeschwerde erhoben. Das Kassationsgericht des Kantons Zürich hat diese Beschwerde mit Sitzungsbeschluss vom 2. April 2007 gutgeheissen, unter anderem den Schuldspruch und die Strafe aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Obergericht zurückgewiesen. Damit fehlt es im Verfahren vor Bundesgericht an einem Anfechtungsobjekt. Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ist deshalb als gegenstandslos geworden am Geschäftsverzeichnis abzuschreiben. Der Beschwerdeführer ist mit dieser Erledigung einverstanden.
4.
Praxisgemäss sind bei diesem Ausgang keine Kosten zu erheben. In einem Fall wie dem vorliegenden wird auch keine Parteientschädigung ausgerichtet, weil der Beschwerdeführer, wenn er einen mehrfachen Rechtsmittelweg beschreitet, das Risiko, dass eines der Rechtsmittel gegenstandslos wird, selber zu tragen hat.

Demnach beschliesst das Bundesgericht:
1.
Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird als gegenstandslos geworden am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.
2.
Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigung ausgerichtet.
3.
Dieser Beschluss wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. Mai 2007
Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

mootnessnullity complaintattempted fraudcommercial fraudremittalcostsparty compensationmultiple remedies

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal nullity complaint still had an appealable object after the cantonal nullity complaint was allowed and the conviction and sentence were set aside.

Decisione estratta

No. Because the cantonal court had already annulled the challenged conviction and sentence and remitted the case, the federal complaint had become moot and could be struck from the docket.

Motivazione estratta

Once the lower cantonal decision attacked before the Federal Court no longer existed, there was no object left to review. The complainant agreed to this procedural outcome.

Questione giuridica chiave

Whether costs or party compensation should be awarded despite mootness.

Decisione estratta

No costs were charged and no compensation was awarded.

Motivazione estratta

As a matter of practice, no court costs are imposed in this situation, and no party compensation is due because a party choosing multiple remedies bears the risk that one becomes moot.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.