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6S.45/2007 ΓÇó Late criminal nullity appeal dismissed as inadmissible
6S.45/2007Tribunale federale / Divisione penale5 feb 2007Dismissed
The Federal Court’s Cassation Chamber held that the criminal nullity appeal against the Winterthur district court’s non-entry order was filed out of time. Because the former Federal Judiciary Act applied and the Christmas suspension of deadlines did not operate in criminal matters, the appeal period expired on 26 January 2007, whereas the filing was only posted on 29 January 2007. The court therefore refused to enter into the appeal, denied legal aid for lack of prospects of success, and ordered the appellant to pay a court fee of CHF 500.
Art. 34 Abs. 2 OG; Art. 272 Abs. 1 BStP; timeliness of a criminal nullity appeal under the former procedural regime; the Christmas suspension of deadlines does not apply in criminal matters. Where the appeal period runs uninterrupted from receipt of the challenged decision, a filing posted after expiry is inadmissible (consid. 1). A manifestly late appeal lacks prospects of success, so legal aid must be refused under Art. 152 OG (consid. 2). Costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 278 Abs. 1 BStP.
{T 0/2}
6S.45/2007 /rom
Urteil vom 5. Februar 2007
Kassationshof
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Zünd, Mathys,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich.
Gegenstand
Nichteintretensverfügung,
Nichtigkeitsbeschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Winterthur, Einzelrichter in Strafsachen, vom 11. Dezember 2006.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ wendet sich mit Nichtigkeitsbeschwerde gegen eine Verfügung des Einzelrichters in Strafsachen am Bezirksgericht Winterthur vom 11. Dezember 2006. Diese wurde von ihm am 27. Dezember 2006 in Empfang genommen. Da im vorliegenden Verfahren das OG anwendbar ist (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario), und da gemäss OG der Fristenstillstand über Weihnachten in Strafsachen nicht gilt (Art. 34 Abs. 2 OG), hätte die Beschwerde gemäss Art. 272 Abs. 1 BStP bis 26. Januar 2007 (Freitag) eingereicht werden müssen. Da sie erst am 29. Januar 2007 der Post übergeben wurde, ist sie verspätet. Darauf kann nicht eingetreten werden.
2.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 278 Abs. 1 BStP). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege muss in Anwendung von Art. 152 OG abgewiesen werden, weil eine verspätete Beschwerde von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hat.
Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Winterthur, Einzelrichter in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. Februar 2007
Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: