No standing for criminal complaint appeal

6B_932/2009Tribunale federale / Divisione penale10 nov 2009Inadmissible

Sintesi

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint because the appellant lacked standing. It held that he was neither a private prosecutor nor a victim under the applicable federal provisions, since the alleged defamation/false accusation did not directly affect his personal integrity. The appeal was therefore inadmissible. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant, with his financial situation taken into account when fixing the fee.

Regest

Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 and 5 BGG; standing to appeal against the discontinuation of criminal proceedings. A person who merely claims to be harmed by an offense prosecuted in proceedings in which the public prosecutor participates is not a private prosecutor. Nor is he entitled to appeal as a victim unless the offense directly affects his physical, psychological or sexual integrity within the meaning of the OHG. An allegedly injured non-victim therefore lacks standing to challenge the discontinuance; the Federal Supreme Court will not enter into the complaint under Art. 108 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_932/2009

Urteil vom 10. November 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellungsverfügung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 25. September 2009 (BKBES.2009.84).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass eine Strafuntersuchung wegen Verleumdung oder eventuell falscher Anschuldigung eingestellt und im angefochtenen Entscheid eine dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen wurden. Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist der Beschwerdeführer indessen nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Da er durch die angezeigten Straftaten in seiner körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität nicht unmittelbar beeinträchtigt wurde, ist er auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 OHG. Als angeblich Geschädigter, der nicht Opfer ist, ist er zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert (BGE 133 IV 228). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Wie schon im Urteil 6B_773/2009 vom 13. Oktober 2009 kann der finanziellen Lage des Beschwerdeführers auch im vorliegenden Verfahren bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. November 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Parole chiave

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