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6B_877/2008 ΓÇó No standing to challenge non-opening of criminal proceedings
6B_877/2008Tribunale federale / Divisione penale29 nov 2008Inadmissible
The Federal Supreme Court held that the complainant lacked standing to challenge the refusal to open criminal proceedings for false testimony and false accusation. He was neither a private prosecutor nor a victim under the BGG/OHG framework. The complaint was therefore not entered into under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on him.
Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 und 5 BGG; Art. 2 Abs. 1 OHG; standing to appeal against non-opening of criminal proceedings. A complainant who is not a private prosecutor and who is not directly affected in his physical, sexual or psychological integrity lacks standing to challenge the refusal to initiate criminal proceedings. A mere injured party who is not a victim is not entitled to lodge a complaint before the Federal Supreme Court against a decision not to open proceedings (consid. 1).
{T 0/2}
6B_877/2008/sst
Urteil vom 29. November 2008
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________, Beschwerdeführer,
gegen
Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Nichteintretensbeschluss (falsche Anschuldigung, falsche Zeugenaussage),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 30. Juli 2008.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass in Bezug auf die Angezeigten 1 bis 4 keine Strafverfolgung wegen falschen Zeugnisses und falscher Anschuldigung eröffnet wurde. Da die Staatsanwaltschaft indessen am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist der Beschwerdeführer nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Da er durch die angezeigen Straftaten nicht in seiner körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt wurde, ist er auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 OHG. Als Geschädigter, der nicht Opfer ist, ist er nicht berechtigt, gegen die Nichteröffnung einer Strafverfolgung Beschwerde beim Bundesgericht zu erheben (BGE 133 IV 228). Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. November 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Schneider Monn