Criminal appeal dismissed for lack of reasons in cantonal recourse

6B_83/2007Tribunale federale / Divisione penale18 apr 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The complainant challenged a cantonal non-entry decision concerning the discontinuation of a criminal investigation for assault. The Federal Supreme Court held that the cantonal recourse had rightly been rejected because it did not state any reasons. The appellant’s only understandable criticism failed, and the other remarks were unintelligible and could not be reviewed. The complaint was therefore dismissed insofar as it was admissible, and court costs of CHF 1,000 were charged to the complainant.

Massima Omnilex

Art. 42 and cantonal recourse requirements; non-entry for lack of reasons. A recourse must contain reasons identifying why the contested decision is wrong. If the filing does not set out any arguable grounds, the authority may refuse to enter into the matter. In federal complaint proceedings, unintelligible submissions cannot be examined; review is limited to comprehensible grievances. Court costs may be imposed on the unsuccessful complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2-3).

Testo completo

{T 0/2}
6B_83/2007 /hum

Urteil vom 18. April 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Einstellungsverfügung (Tätlichkeiten),

Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzelrichter in Strafsachen, vom 5. Februar 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Mit Verfügung vom 12. Januar 2007 stellte das Statthalteramt Pfäffikon eine von X.________ eingeleitete Strafuntersuchung betreffend Tätlichkeiten ein. Auf einen dagegen gerichteten Rekurs trat der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirkes Pfäffikon mit Verfügung vom 5. Februar 2007 nicht ein. X.________ sandte diese Verfügung mit der handschriftlichen Angabe, sie erhebe "Rekurs", und einem "X" bei der Rechtsmittelbelehrung ans Bezirksgericht zurück. Dieses hat die Eingabe an das Bundesgericht weitergeleitet.
2.
Es muss nicht geprüft werden, ob die Beschwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert ist bzw. ob die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 und 106 Abs. 2 BGG genügt. Die Vorinstanz ist auf den Rekurs nicht eingetreten, weil dieser "nicht einmal ansatzweise begründet" war. Die einzige verständliche Rüge der Beschwerdeführerin betrifft diesen Punkt, indem sie die Frage stellt, was bei ihrem Rekurs denn gefehlt habe. Wie die Vorinstanz festhält, muss ein Rekurs die Angabe der Rekursgründe enthalten. Der kantonalen Eingabe der Beschwerdeführerin (vgl. KA act. 2) ist unschwer zu entnehmen, dass sie keine Gründe aufführt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. In Bezug auf die übrigen, unverständlichen Anmerkungen kann darauf nicht eingetreten werden.
3.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 BGG:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Pfäffikon, Einzelrichter in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. April 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

criminal procedurenon-entryreasoned appealinadmissibilitycourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the cantonal recourse was inadmissible because it contained no reasons.

Decisione estratta

The recourse had to state the grounds for challenge; the complainant’s filing contained no discernible reasons, so the refusal to enter was upheld.

Motivazione estratta

The Federal Supreme Court accepted the lower court’s view that a recourse must include reasons. The complainant’s submission did not set out any arguable grounds, and the only comprehensible complaint about the lack of reasons was unfounded.

Questione giuridica chiave

Whether the remaining unintelligible remarks could be considered on appeal.

Decisione estratta

They could not be examined.

Motivazione estratta

Because the additional annotations were incomprehensible, no substantive review was possible.

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