No standing for complainant against dismissal of criminal proceedings

6B_769/2007Tribunale federale / Divisione penale6 gen 2008Inadmissible

Sintesi

The Federal Criminal Court dismissed the complaint against the cantonal decision that had discontinued criminal proceedings for forgery, attempted fraud, and suppression of documents. It held that the complainant was not a victim within the meaning of the OHG because she was not directly affected in her bodily, sexual, or psychological integrity. As a merely injured party, she lacked a legally protected interest under Art. 81 BGG and therefore had no standing. The complaint was not entered into under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the complainant.

Regest

Art. 81 Abs. 1 BGG; Art. 115 BGG; standing in criminal matters of a merely injured party against an order discontinuing proceedings: The requirements for standing in criminal complaint proceedings are not met by a person who is affected only as an injured party and not directly in bodily, sexual or psychological integrity. Such a person is not a victim within the meaning of Art. 2 Abs. 1 OHG and lacks a legally protected interest in the annulment or modification of the challenged discontinuance decision. The complaint is therefore inadmissible; costs may be charged to the unsuccessful complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1-2).

Testo completo

{T 0/2}
6B_769/2007

Urteil vom 6. Januar 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellungsverfügung (Urkundenfälschung, versuchter Betrug, Unterdrückung von Urkunden),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 11. Oktober 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass ein Strafverfahren wegen des Vorwurfs der Falschbeurkundung, des versuchten Betrugs und der Urkundenunterdrückung eingestellt wurde (angefochtener Entscheid S. 8 E. 3.5). Die Legitimationsvoraussetzungen zur Beschwerde in Strafsachen, die gemäss Art. 115 BGG denjenigen einer subsidiären Verfassungsbeschwerde entsprechen, ergeben sich aus Art. 81 Abs. 1 BGG. Die Beschwerdeführerin ist entgegen ihrer Annahme (Beschwerde S. 1) nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, da sie durch die von ihr angezeigten Straftaten in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität nicht unmittelbar beeinträchtigt wurde (Art. 2 Abs. 1 OHG). Als bloss Geschädigte hat sie entgegen ihrer Meinung (Beschwerde S. 5) kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG (BGE 133 IV 228). Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. Januar 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Parole chiave

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