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6B_707/2012 ΓÇó Late criminal appeal dismissed; legal aid refused
6B_707/2012Tribunale federale / Divisione penale27 nov 2012Inadmissible
The Federal Supreme Court held that the criminal appeal was filed one day late because the 30-day deadline ran from receipt of the cantonal judgment on 2012-10-22 and expired on 2012-11-21. It therefore did not enter into the appeal under Article 108 BGG. The appellant’s request for free legal aid was rejected because the late appeal was hopeless. Court costs of CHF 500 were imposed, with account taken of his financial situation.
Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; timeliness of the appeal as a condition of admissibility; an appeal posted after expiry of the 30-day period is manifestly late and gives rise to non-entry in summary procedure. Under Art. 64 BGG, free legal aid is to be refused where the request or appeal lacks prospects of success; the unsuccessful party bears the court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG, with the fee determined in consideration of financial circumstances pursuant to Art. 65 Abs. 2 BGG.
{T 0/2}
6B_707/2012
Urteil vom 27. November 2012
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Mehrfache Drohung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, vom 25. September 2012.
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.
Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Gemäss Empfangsbestätigung ist der angefochtene Entscheid am 22. Oktober 2012 beim damaligen Verteidiger des Beschwerdeführers eingegangen. Die Beschwerde hätte daher, um rechtzeitig zu sein, spätestens am 21. November 2012 beim Bundesgericht eingereicht werden müssen. Sie wurde indessen erst am 22. November 2012 der Post übergeben und ist somit verspätet. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren einer verspäteten Beschwerde aussichtslos erscheinen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Einzelrichter:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 27. November 2012
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Schneider
Der Gerichtsschreiber: C. Monn