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6B_591/2010 ΓÇó No standing to appeal dismissal of criminal complaint
6B_591/2010Tribunale federale / Divisione penale30 lug 2010Inadmissible
The Federal Supreme Court did not enter into the appeal against the Bern appellate chamber’s decision upholding the public prosecutor’s non-entry into two criminal complaints. It held that the complainant lacked standing under Art. 81 BGG: he was neither a private prosecutor nor a victim whose physical, psychological, or sexual integrity was directly affected. As an injured party only, he could not challenge the decision. Court costs of CHF 800 were imposed on him.
Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 and 5 BGG; standing to appeal in criminal matters; injured party without victim status. A person is entitled to appeal a criminal non-entry decision only if he is personally and directly affected in a legally protected interest, in particular as a private prosecutor or as a victim within the meaning of the OHG. Mere injured-party status, without direct impairment of physical, psychological or sexual integrity, does not confer standing. In such a case the Federal Supreme Court does not enter into the appeal under Art. 108 BGG (consid. 1). Costs are borne by the unsuccessful appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).
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6B_591/2010
Urteil vom 30. Juli 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalprokurator des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Nichteintreten auf Strafanzeige (Betrug, Amtsmissbrauch usw.),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 29. Juni 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Staatsanwaltschaft auf zwei Strafanzeigen wegen Betrugs, Amtsmissbrauchs, ungetreuer Amtsführung sowie Urkundenfälschung im Amt nicht eintrat und im angefochtenen Entscheid ein dagegen gerichteter Rekurs abgewiesen wurde, soweit darauf eingetreten werden konnte. Im Gegensatz zu seiner Meinung (Beschwerde S. 2) ist der Beschwerdeführer indessen nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, weil er die Anklage nicht ohne Beteiligung der Staatsanwaltschaft vertreten hat. Durch die angezeigten Straftaten wurde er in seiner körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität nicht unmittelbar beeinträchtigt, weshalb er auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 OHG ist. Als Geschädigter, der nicht Opfer ist, ist er zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert (BGE 136 IV 29). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. Juli 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre C. Monn