Non-entry for insufficiently reasoned appeal against fine conversion

6B_35/2011Tribunale federale / Divisione penale31 gen 2011Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the conversion of three unpaid fines into five days' substitute imprisonment. It held that the submission failed to meet the federal reasoning requirements because it did not address the cantonal court's findings on the appellant's financial situation and ability to pay in installments. The request for free legal aid was denied as the appeal was hopeless, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, taking his financial situation into account.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 108 BGG; the Federal Supreme Court examines complaints only if they specifically address the reasoning of the challenged decision and show, in a legally substantiated manner, which provisions were violated. A merely repetitive or unsupported assertion does not satisfy the duty to reason, even where the appellant invokes pending clarifications of facts. If the complaint is manifestly inadmissible or hopeless, the Court may refuse to enter into the matter and deny legal aid under Art. 64 BGG; costs are then allocated to the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG, with consideration of financial circumstances under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_35/2011

Urteil vom 31. Januar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Strafgericht Basel-Stadt, Abteilung Vollzug, Schützenmattstrasse 20, 4003 Basel,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Bussenumwandlung,

Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht vom 26. Oktober 2010.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Mit Verfügungen des Strafgerichts Basel-Stadt vom 7. Dezember 2009 wurden drei gegen den Beschwerdeführer im Jahre 2007 ausgesprochene und unbezahlt gebliebene Bussen von Fr. 200.--, Fr. 80.-- und Fr. 120.-- in insgesamt fünf Tage Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt. Die Vorinstanz wies einen dagegen gerichteten Rekurs im angefochtenen Entscheid ab. Der Beschwerdeführer habe nicht dargelegt, dass sich seine finanziellen Verhältnisse seit 2007 verschlechtert hätten. Insbesondere vermöge er nicht zu belegen, dass ihm in der Zwischenzeit ein höherer IV-Grad attestiert worden sei. Aber selbst als Sozialhilfeempfänger wäre ihm eine ratenweise Abzahlung der Bussen über einen Zeitraum von drei Jahren möglich und zumutbar gewesen (angefochtener Entscheid S. 2-4 E. 3 und 4).

In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid nach Auffassung des Beschwerdeführers das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). In der Beschwerdeschrift muss auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids eingegangen und gezeigt werden, welche Vorschriften und warum sie durch die Vorinstanz verletzt worden sein könnten (BGE 133 IV 286 E. 1.4).

Die vorliegende Beschwerde genügt den Anforderungen nicht. Darin wird erneut behauptet, es seien Abklärungen betreffend IV-Grad hängig (Beschwerde S. 1 Ziff. 1). Mit den Beilagen, die nur aus einer Rekursbegründung und einer Replik bestehen, vermag der Beschwerdeführer indessen nicht nachzuweisen, ja nicht einmal glaubhaft zu machen, dass die von der Vorinstanz erwähnte Prüfung des IV-Grades immer noch hängig wäre. Und zur Frage, ob er auch als Sozialhilfeempfänger während dreier Jahre die Bussen in Raten hätte abbezahlen können, äussert er sich überhaupt nicht.

Auf die Beschwerde ist mangels hinreichender Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Januar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider C. Monn

Parole chiave

fine conversionsubstitute imprisonmentinadmissibilityinsufficient reasoninglegal aidcourt costsfinancial capacity

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the fine conversion was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act.

Decisione estratta

The appeal did not meet the statutory reasoning requirements and could not be examined on the merits.

Motivazione estratta

The appellant merely repeated that IV-proceedings were pending and did not engage with the lower court's findings on his financial situation or explain why those findings were unlawful.

Questione giuridica chiave

Whether the request for free legal aid should be granted.

Decisione estratta

Free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motivazione estratta

As the appeal was manifestly insufficiently reasoned, the claims were hopeless.

Questione giuridica chiave

How the court costs should be allocated.

Decisione estratta

Costs were imposed on the appellant, with the amount reduced in light of his financial situation.

Motivazione estratta

The losing party bears costs, but the appellant's financial circumstances were taken into account when setting the fee.

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