Community service refused after non-response to summons

6B_294/2007Tribunale federale / Divisione penale13 ago 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellant challenged a cantonal decision refusing her request to serve a three-month prison sentence by community service and summoning her to normal execution. The Federal Supreme Court held that she had ignored several invitations to appear before the competent office and failed to prove any timely response. Her explanations about unrelated personal difficulties did not excuse this conduct. The complaint was dismissed as manifestly unfounded in summary procedure, and she was ordered to pay a court fee of CHF 1,000.

Massima Omnilex

Art. 109 BGG; complaint manifestly unfounded in summary procedure where the appellant, after repeated invitations by the competent execution authority, failed without justification to respond or appear in connection with a request for community service. A party who obstructs the execution procedure by non-cooperation must bear the consequences of that conduct; absent proof of timely compliance, the cantonal decision ordering normal execution is upheld. Court costs are charged to the unsuccessful complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_294/2007 /bri

Urteil vom 13. August 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wiprächtiger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Ferrari, Mathys,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Strafvollzugsdienst, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Vorladung in den Strafvollzug,

Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich vom 15. Mai 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ wurde mit Verfügung des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 20. Februar 2007 zum Vollzug einer Gefängnisstrafe von drei Monaten Dauer auf den 16. April 2007 in den Normalvollzug aufgeboten. In ihrem Rekurs vom 20. März 2007 beantragte X.________, es sei ihr zu ermöglichen, die Strafe in Form von gemeinnütziger Arbeit zu verbüssen. Die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich wies den Rekurs mit Verfügung vom 15. Mai 2007 ab.

X.________ wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, es sei ihr der Vollzug in Form von gemeinnütziger Arbeit zu ermöglichen.
2.
Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin drei Angebote der zuständigen Behörde vom 21. Dezember 2005, 7. Februar 2006 und 17. März 2006, die Strafe in Form von gemeinnütziger Arbeit abgelten zu können, nicht beantwortet, weshalb die Angelegenheit, wie in den Angeboten angedroht, dem Strafvollzugsdienst zur Vorladung in den Normalvollzug übergeben worden sei (angefochtener Entscheid S. 2 E. 2.2). Die Beschwerdeführerin behauptet, dies entspreche nicht den Tatsachen, da sie das zweite Angebot vom 7. Februar 2006 mit einem Schreiben vom 7. März 2006 beantwortet habe. Ein solches Schreiben liegt nicht bei den Akten, und die Beschwerdeführerin vermag nicht nachzuweisen, dass sie es tatsächlich abgeschickt hat. Letztlich ist dies jedoch nicht entscheidend.

Bereits im ersten Angebot vom 21. Dezember 2005 und erneut im zweiten Angebot vom 7. Februar 2006 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, persönlich bei der Fachstelle Gemeinnützige Arbeit vorbeizukommen. Nachdem sie auf das erste Angebot nicht reagiert hatte, will sie das zweite Angebot am 7. März 2006 dahin beantwortet haben, dass sie geschäftlich stark engagiert sei und deshalb bis zum gewünschten Termin am 9. März 2006 nicht vorsprechen könne. In der Folge wurde ihr am 17. März 2006 ein drittes Angebot gemacht, gemäss welchem sie bis zum 11. April 2006 hätte vorsprechen sollen. Diese Frist ist ohne Reaktion ihrerseits verstrichen. Dieses Verhalten war trölerisch. Die Beschwerdeführerin bezieht sich in ihrer Beschwerde vor Bundesgericht zwar auf Probleme, die sie mit einer Drittperson und mit der Übergabe ihres Hotels gehabt habe. Was diese Probleme indessen damit zu tun haben könnten, dass sich die Beschwerdeführerin der Fachstelle Gemeinnützige Arbeit gegenüber geradezu mutwillig verhalten hat, ist nicht ersichtlich. Sie hat heute die Folgen ihres Verhaltens zu tragen. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich unbegründet abzuweisen.
3.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Strafvollzugsdienst, und der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. August 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

community servicesentence executionnon-cooperationsummary procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to serve the sentence as community service instead of normal detention.

Decisione estratta

No. Her repeated failure to respond to the authority's invitations to appear justified the transfer to normal execution; her appeal arguments did not show otherwise.

Motivazione estratta

The court accepted the cantonal finding that three offers to discuss community service went unanswered. The appellant did not prove that she had timely replied, and her later explanations about unrelated personal difficulties did not justify her conduct. Her behavior was deemed obstructive.

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Supreme Court should overturn the cantonal decision ordering normal execution.

Decisione estratta

No. The complaint was manifestly unfounded and was dismissed in summary procedure.

Motivazione estratta

Because the appellant had to bear the consequences of her own obstructive conduct, there was no basis to interfere with the lower authority's decision.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs

Decisione estratta

Court costs of CHF 1,000 were imposed on the appellant.

Motivazione estratta

Costs follow the unsuccessful complaint under the Federal Supreme Court Act.

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