Criminal complaint dismissed for lack of standing

6B_17/2007Tribunale federale / Divisione penale3 mar 2007Inadmissible

Sintesi

The Federal Supreme Court did not enter into a criminal complaint against a cantonal decision refusing to open proceedings for coercion. It held that the complainant lacked standing under Art. 81 BGG because the criminal claim belongs to the state and no legally protected interest or substantiated victim status was shown. The complaint was therefore manifestly inadmissible under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 500 were charged to the complainant.

Regest

Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 108 BGG; standing of an injured party to challenge a decision not to open criminal proceedings. The injured party is, as a rule, not entitled to seek punishment of the accused, since the criminal claim belongs to the state. A legally protected interest in the conviction of the accused is lacking unless the complainant can invoke a specific procedural position or victim status within the meaning of Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Where such standing is neither alleged nor apparent, the complaint is manifestly inadmissible and the Court may decide by non-entry; costs follow Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_17/2007 /aml

Urteil vom 3. März 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Archivgasse 1, 6430 Schwyz.

Gegenstand
Nichteröffnung eines Strafverfahrens (Nötigung),

Beschwerde in Strafsachen [BGG] gegen den Beschluss des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, 2. Rekurskammer, vom 18. Januar 2007.

Der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung zieht in Erwägung:

1.
In Abweisung einer Beschwerde, soweit darauf einzutreten war, eröffnete das Kantonsgericht Schwyz mit Beschluss vom 18. Januar 2007 kein Strafverfahren gegen die Präsidentin und den Sekretär einer Vormundschaftsbehörde wegen Nötigung. Der Beschwerdeführer beantragt vor Bundesgericht, den angefochtenen Beschluss des Kantonsgerichts aufzuheben und alle beteiligten Personen der Vormundschaftsbehörde in das Strafverfahren einzubeziehen. Da der Strafanspruch grundsätzlich allein dem Staat zusteht und der Geschädigte deshalb kein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG an einer Verurteilung des Beschwerdegegners hat, und da nicht ersichtlich ist, dass und inwieweit er Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG sein könnte, ist die Beschwerde offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 108 BGG. Es ist deshalb darauf nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung im Verfahren nach Art. 108 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, 2. Rekurskammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. März 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Parole chiave

standingnon-entrycriminal complaintvictim statuscourt costs