Federal appeal inadmissible for lack of reasoning

6B_166/2012Tribunale federale / Divisione penale22 mar 2012Inadmissible

Sintesi

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint. It refused to review the district court judgment because that decision was not directly final under Art. 80(1) BGG. It also held that the complaint failed to meet the reasoning requirements: the appellant did not deal with the missing appeal declaration required by Art. 399(3) StPO and did not substantiate any improper composition of the cantonal court. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 80 Abs. 1 BGG; Art. 399 Abs. 3 StPO; Art. 108 BGG; inadmissibility of a federal complaint for lack of a final cantonal decision and insufficient reasoning. A first-instance judgment cannot be attacked directly before the Federal Supreme Court when it is not the last cantonal instance. A complaint that fails to engage with the decisive procedural ground of the cantonal non-entry decision and does not substantiate the alleged procedural defect does not satisfy the minimum reasoning requirements and is not entered upon under Art. 108 BGG. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_166/2012

Urteil vom 22. März 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Luzern, 4. Abteilung, vom 13. Januar 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Soweit sich der Beschwerdeführer mit dem Urteil des Bezirksgerichts Luzern vom 29. September 2011 befasst, ist darauf nicht einzutreten, weil dieser Entscheid nicht letztinstanzlich im Sinne von Art. 80 Abs. 1 BGG ist.

2.
Im angefochtenen Entscheid wurde auf eine Berufung nicht eingetreten, weil der Beschwerdeführer keine Erklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO eingereicht hatte. Mit der unterlassenen Berufungserklärung befasst er sich vor Bundesgericht nicht. Auch legt er nicht dar, inwieweit die Vorinstanz ungehörig besetzt gewesen sein soll. Auf die Beschwerde ist mangels Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. März 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Parole chiave

inadmissibilityreasoning requirementsappeal declarationnon-entrycourt costs