Gross traffic violation for right overtaking on motorway

6B_1232/2013Tribunale federale / Divisione penale31 gen 2014Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the defendant's appeal against his conviction for gross violation of traffic rules after he overtook two vehicles on the right on a motorway. It upheld the lower court's factual findings, rejected the request for acquittal and the alternative qualification as a simple traffic violation, and found the imposed fine not excessive. The appellant was ordered to pay CHF 2,000 in court costs.

Massima Omnilex

Art. 54 Abs. 1, Art. 66 Abs. 1 and Art. 109 BGG; right-side overtaking on a motorway and assessment as gross traffic-rule violation. In proceedings before the Federal Supreme Court, the language of the challenged decision generally governs. Where the appellant fails to demonstrate any reason to deviate from the factual findings of the lower court, the Federal Court will rely on those findings and may dispose of the case summarily under Art. 109 BGG. A penalty assessment is not excessive where it remains within the limits derived from the case law on combined fines. Costs are borne by the losing party.

Testo completo

{T 0/2}

6B_1232/2013

Urteil vom 31. Januar 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Bundesrichter Schneider,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Verletzung von Verkehrsregeln,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 3. Kammer, vom 19. November 2013.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.

Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er habe am 12. Dezember 2011 in Safenwil auf der Autobahn zwei andere Lenker rechts überholt. Das Obergericht des Kantons Aargau verurteilte ihn am 19. November 2013 im Berufungsverfahren wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu 20 Tagessätzen Geldstrafe von je Fr. 180.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, sowie einer Busse von Fr. 900.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen.

Der Beschwerdeführer beantragt beim Bundesgericht, er sei freizusprechen, eventualiter wegen einfacher Verkehrsregelverletzung schuldig zu sprechen. Im Übrigen seien die Busse auf Fr. 720.-- und die Ersatzfreiheitsstrafe auf vier Tage zu reduzieren.

2.

Das Verfahren vor Bundesgericht wird in der Regel in der Sprache des angefochtenen Entscheids geführt (Art. 54 Abs. 1 BGG). Es besteht kein Grund, im vorliegenden Fall eine Ausnahme zu machen, zumal der Beschwerdeführer nicht behauptet, die Deutsche Sprache nicht zu verstehen.

3.

Gemäss den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf der Überholspur auf einen vorausfahrenden Personenwagen aufschloss, auf die Normalspur wechselte, beschleunigte, an zwei Personenwagen rechts vorbeifuhr und anschliessend wieder auf die Überholspur wechselte, um einen Lastwagen, der auf der Normalspur unterwegs war, zu überholen (Urteil S. 5 E. 4). Damit hat er die Verkehrsregeln verletzt, wobei es genügt, in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG auf die Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. Urteil S. 5/6 E. 5). Der beantragte Freispruch kommt nicht in Betracht.

4.

In Bezug auf die Würdigung des Vorfalls als grobe Verletzung der Verkehrsregeln kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil S. 6-8 E. 6-8). Diesen ist nichts beizufügen, da der Beschwerdeführer nichts vorzubringen vermag, was sein Verhalten in einem milderen Licht erscheinen liesse.

5.

Eine unbedingte Verbindungsstrafe sollte nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts einen Fünftel der Gesamtstrafe oder einen Viertel jener Strafe, die bedingt ausgesprochen wurde, nicht übersteigen (Urteil 6B_614/2012 vom 15. Februar 2013, E. 6.2). Da im vorliegenden Fall eine bedingte Geldstrafe von insgesamt Fr. 3'600.-- erging, ist die Höhe der Verbindungsbusse von Fr. 900.-- nicht zu beanstanden.

6.

Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Januar 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn

Parole chiave

traffic rulesright overtakinggross violationconditional monetary penaltyfinesubstitute imprisonmentcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appellant should be acquitted because his driving did not violate traffic rules.

Decisione estratta

The maneuver constituted a traffic-rule violation; an acquittal was excluded.

Motivazione estratta

The lower court's factual findings showed a lane change to the normal lane, acceleration, right-side passing of two cars, and a subsequent return to the passing lane. The Federal Court saw no reason to depart from those findings.

Questione giuridica chiave

Whether the conduct amounted to a gross violation of traffic rules rather than a simple violation.

Decisione estratta

The qualification as a gross violation was upheld.

Motivazione estratta

The appellant provided nothing that would cast his conduct in a milder light, and the lower court's assessment was confirmed.

Questione giuridica chiave

Whether the punitive fine and substitute imprisonment had to be reduced.

Decisione estratta

No reduction was warranted; the fine of CHF 900 and substitute imprisonment of 5 days remained unchanged.

Motivazione estratta

Under the court's case law, an unconditional combined fine should not exceed the stated fractions of the total sentence. Given the conditional monetary penalty of CHF 3,600, the fine was not excessive.

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