Non-entry for insufficiently reasoned criminal appeal

6B_1016/2010Tribunale federale / Divisione penale7 dic 2010Dismissed

Sintesi

The Federal Supreme Court treated the filing as a criminal complaint but refused to enter into it because the appellant did not engage with the reasoning of the cantonal non-entry decision. The submission consisted essentially of general criticism of Zurich authorities and the justice system. The court also denied free legal assistance as the appeal was hopeless, and it imposed reduced court costs of CHF 500 on the appellant in view of his financial situation.

Regest

Art. 108 BGG; admissibility of a federal criminal appeal against a cantonal non-entry decision requires substantiated engagement with the challenged reasoning. A filing that merely voices general criticism of authorities or the justice system and does not address the decisive cantonal grounds fails the reasoning requirement and is disposed of in the summary procedure. Unentgeltliche Rechtspflege under Art. 64 BGG is excluded where the appeal is manifestly hopeless; court costs may be adjusted under Art. 65 Abs. 2 BGG and are borne by the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_1016/2010

Urteil vom 7. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 23. November 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer reicht einen Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 23. November 2010 ein und beantragt, das "Schreiben" des Obergerichts zu "überprüfen". Die Eingabe ist als Beschwerde in Strafsachen entgegenzunehmen.

2.
Im angefochtenen Entscheid wurde auf einen Rekurs des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weil die Eingabe den Begründungsanforderungen nicht genügte. Vor Bundesgericht befasst sich der Beschwerdeführer mit den Begründungsanforderungen des kantonalen Rekurses nicht. Auf die Beschwerde, die sich auf Vorwürfe speziell gegen die Behörden und die Justiz von Zürich beschränkt, ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Am Ende der Beschwerde findet sich ein Hinweis aufs Armenrecht. Dieser Hinweis kann als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entgegengenommen werden. Dieses ist indessen in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Dezember 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Parole chiave

inadmissibilityreasoned appealfree legal assistancecourt costssummary procedure