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6B_1/2007 ΓÇó Lack of standing to challenge non-opening of criminal proceedings
6B_1/2007Tribunale federale / Divisione penale19 feb 2007Inadmissible
The Federal Supreme Court held that the appellant lacked standing to challenge the cantonal refusal to open criminal proceedings for false testimony, defamation, and unlawful conduct. Since the criminal claim belongs to the state and the appellant was neither a private prosecutor nor a victim within the meaning of Art. 81 BGG, the complaint was manifestly inadmissible under Art. 108 BGG. The court therefore did not enter into the appeal and charged the appellant with court costs of CHF 500.
Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 108 BGG; standing to appeal against a refusal to open criminal proceedings. The complainant has no legally protected interest in the prosecution and conviction of third parties, since the criminal claim belongs in principle to the state. Standing requires special procedural status, in particular that of private prosecutor or victim within the meaning of Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 or 5 BGG. If these requirements are absent, the complaint is manifestly inadmissible and may be disposed of in summary proceedings under Art. 108 BGG (consid. 1). Court costs are borne by the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).
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6B_1/2007 /hum
Urteil vom 19. Februar 2007
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen,
Anklagekammer des Kantons St. Gallen,
Klosterhof 1, 9001 St. Gallen.
Gegenstand
Eröffnung eines Strafverfahrens (Ehrverletzung etc.),
Beschwerde in Strafsachen [BGG] gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom
23. Januar 2007.
Der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung
zieht in Erwägung:
1.
Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen entschied am 23. Januar 2007, in Bezug auf eine Strafanzeige des Beschwerdeführers gegen drei Beschuldigte wegen "Falschaussage, Ehrverletzung, Gesetzesbruch" werde kein Strafverfahren eröffnet. Der Beschwerdeführer beantragt vor Bundesgericht sinngemäss, die kantonalen Behörden seien anzuweisen, ein Strafverfahren zu eröffnen. Da der Strafanspruch jedoch grundsätzlich allein dem Staat zusteht, und der Geschädigte deshalb kein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG an einer Verurteilung der Beschuldigen hat, und da er nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG oder Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG ist, ist die Beschwerde offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 108 BGG und deshalb darauf nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung im Verfahren nach Art. 108 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Februar 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident : Der Gerichtsschreiber: