Constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_85/2011Tribunale federale / II divisione civile24 giu 2011Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Federal Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal appellate decision confirming definitive legal opening for Zurich state and municipal taxes. It held that the appellant did not adequately challenge the Obergericht's reasoning and did not substantiate any constitutional violation with the required specificity. The complaint was therefore not entered into in simplified procedure. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; subsidiary constitutional complaint; admissibility and reasoning requirements. A subsidiary constitutional complaint is only admissible if the complaining party, with reference to the decisive reasoning of the cantonal decision, clearly and specifically alleges which constitutional rights were violated and in what respect. A merely appellative or unsubstantial submission does not satisfy the strict duty to reason; in such a case, the Federal Court does not enter into the complaint pursuant to Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. In the simplified procedure, the cantonal appellate court may confirm a legal-opening decision without further observations if the appeal is manifestly unfounded, and the costs are borne by the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
5D_85/2011

Urteil vom 24. Juni 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staat Zürich und Stadt Winterthur,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich (I. Zivilkammer) vom 16. Mai 2011.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 16. Mai 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die (erstinstanzlich auf Grund der rechtskräftigen Schlussrechnung der Staats- und Gemeindesteuern 2007 und damit auf Grund eines Rechtsöffnungstitels im Sinne von Art. 80 SchKG erfolgte) Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegner für Fr. 20'227.95 (nebst Zins und Kosten) abgewiesen hat,
in die Mitteilung der Post, wonach (im Gegensatz zur ersten Aufforderung) die Nachfristansetzung zur Vorschusszahlung vom Beschwerdeführer nicht abgeholt worden ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Urteil vom 16. Mai 2011 erwog, es werde vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen, das gelte namentlich hinsichtlich der (vom Rechtsöffnungsrichter nicht zu berücksichtigenden) Vorbringen des Beschwerdeführers über seinen gesundheitlichen Zustand und die fehlende Leistungsfähigkeit, der Beschwerdeführer setze sich in seiner Beschwerdeschrift nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, die Beschwerde erweise sich als offensichtlich unbegründet und der erstinstanzliche Rechtsöffnungsentscheid sei (ohne Einholung einer Beschwerdeantwort der Beschwerdegegner und einer Stellungnahme der Vorinstanz) zu bestätigen,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch das Urteil des Obergerichts vom 16. Mai 2011 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Juni 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

legal openingconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementcourt costsdebt enforcement

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisione estratta

The complaint did not meet the strict reasoning requirements for a subsidiary constitutional complaint because it failed to engage with the decisive cantonal reasoning and to show constitutional violations clearly and in detail.

Motivazione estratta

Under Arts. 117 and 106(2) BGG, the appellant had to substantiate constitutional grievances by reference to the challenged reasoning; a bare or insufficiently specific submission requires non-entry.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs after non-entry.

Decisione estratta

The appellant, as the losing party, had to bear the court costs.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

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