Subsidiary constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_6/2010Tribunale federale / II divisione civile4 feb 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint because the value threshold for an ordinary appeal was not met. It held that the complaint was inadmissible because the appellant did not invoke or substantiate any constitutional rights and did not engage with the cantonal court's reasoning. The challenged cantonal decision had refused to hear the appeal after the appellant failed to pay a CHF 180 cost advance within the set deadline. The appellant was ordered to pay CHF 200 in court costs.

Massima Omnilex

Art. 113 ff. BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde: strict substantiation requirements. The complainant must, with reference to the decisive reasoning of the cantonal decision, set out clearly and in detail which constitutional rights were violated and in what respect. A mere objection without constitutional arguments or engagement with the challenged reasons is insufficient and leads to non-entry. The cost advance for the cantonal proceeding is not a security for enforcement costs under Art. 68 SchKG; the gratuitousness of Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG applies only to proceedings before cantonal supervisory authorities and not to debt-enforcement remedies such as debt-collection release proceedings (consid. 2).

Testo completo

{T 0/2}
5D_6/2010

Urteil vom 4. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch die Kasse des Schweizerischen Bundesgerichts.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 3. Dezember 2009 des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 4. Kammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 3. Dezember 2009 des Obergerichts des Kantons Aargau, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 500.-- (nebst Zins und Kosten) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Entscheid vom 3. Dezember 2009 erwog, der Beschwerdeführer sei mit (ihm gemäss Empfangsbestätigung am 10. November 2009 zugestellter) Verfügung zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 180.-- innert 10 Tagen aufgefordert worden, habe jedoch innerhalb der am 20. November 2009 endenden Frist keine Zahlung geleistet, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten sei,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht weder verfassungsmässige Rechte anruft noch in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden Erwägungen des Obergerichts eingeht,
dass er erst recht nicht nach den erwähnten Anforderungen anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der angefochtene Entscheid vom 3. Dezember 2009 verfassungswidrig sein soll,
dass im Übrigen der vom Obergericht verlangte Kostenvorschuss keine Sicherstellung von Betreibungskosten im Sinne von Art. 68 SchKG darstellt und ausserdem der Grundsatz der Kostenlosigkeit auf Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden beschränkt ist (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG), worunter das Rechtsöffnungsverfahren nicht fällt,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

subsidiary constitutional complaintadmissibilitysubstantiation requirementcourt costscost advancenon-entry

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be heard

Decisione estratta

No. The filing did not invoke constitutional rights or address the cantonal court's reasoning in a clear and detailed manner.

Motivazione estratta

A subsidiary constitutional complaint must identify and substantiate the allegedly violated constitutional rights with reference to the challenged reasoning; otherwise the Federal Supreme Court will not enter into the matter.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs of the Federal Supreme Court proceedings

Decisione estratta

The unsuccessful appellant must bear the costs.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome; the appellant failed and is therefore liable for court costs.

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