Inadmissibility of constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_59/2009Tribunale federale / II divisione civile4 mag 2009Inadmissible

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Sintesi Omnilex

X. challenged a cantonal decision that had declared the debt-enforcement proceedings moot after payment of the claimed amount. The Federal Supreme Court held that the subsidiary constitutional complaint did not satisfy the strict reasoning requirements, because it failed to explain in a clear and specific manner, by reference to the cantonal reasoning, which constitutional rights had been violated. The court therefore did not enter into the complaint and imposed court costs of CHF 700 on the complainant.

Massima Omnilex

Art. 116, 117 and 106(2) BGG; subsidiary constitutional complaint: strict reasoning requirements and inadmissibility for insufficient substantiation. A constitutional complaint must, by reference to the challenged reasons, clearly and specifically allege which constitutional rights were infringed; mere dissatisfaction with the outcome is insufficient. If the submission does not engage with the dispositive reasoning of the cantonal decision, the Federal Supreme Court does not enter into the matter under Art. 108(1)(b) BGG. Costs are charged to the unsuccessful complainant pursuant to Art. 66(1) BGG.

Testo completo

{T 0/2}
5D_59/2009

Urteil vom 4. Mai 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnergemeinde A.________,
vertreten durch Regionaler Sozialdienst,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Appellationshof, 2. Zivilkammer, vom 6. März 2009.

Erwägungen:

1.
Mit Entscheid vom 25. November 2008 erteilte der ausserordentliche Gerichtspräsident 3 des Gesichtskreises VII Konolfingen der Beschwerdegegnerin in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungs- und Konkursamtes Bern-Mittelland, Dienststelle Konolfingen, definitive Rechtsöffnung für Fr. 5'233.-- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 15. Juli 2008. Der Beschwerdeführer gelangte dagegen mit Nichtigkeitsklage an das Obergericht des Kantons Bern, welches am 3. März 2008 das Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit unter Auflage der Kosten an den Beschwerdeführer vom Protokoll des Appellationshofs abschrieb. Der Beschwerdeführer hat gegen diesen Entscheid vom 10. April 2009 subsidiäre Verfassungsbeschwerde erhoben.

2.
2.1 Die Referentin i.V. stellte mit Verfügung vom 16. Februar 2009 fest, das die Betreibung Nr. 1 des Betreibungs- und Konkursamtes Bern-Mittelland, Dienststelle Konolfingen, durch Bezahlung erloschen sei und demzufolge das Rechtsöffnungsverfahren als gegenstandslos abgeschrieben werde. Der Appellationshof hielt im Weiteren dafür, der Beschwerdeführer halte trotz zweimaligen Hinweises auf die Sinnlosigkeit des Verfahrens bzw. trotz Bezahlung der offenen Forderung an der Beurteilung der Nichtigkeitsklage fest. Er verfüge nach dem Gesagten über kein Rechtsschutzinteresse mehr an der Aufrechterhaltung der Nichtigkeitsklage. Mit der Bezahlung des in Betreibung gesetzten Betrages samt Kosten und Zins habe der Beschwerdeführer Abstand durch konkludentes Verhalten erklärt, weshalb das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben und der Beschwerdeführer zu den Kosten des Verfahrens zu verurteilen sei.

2.2 Die Eingabe des Beschwerdeführers an das Bundesgericht genügt den gesetzlichen Begründungsanforderungen der Art. 116 und 117 BGG i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, zumal der Beschwerdeführer nicht anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert aufzeigt, inwiefern dieser verfassungswidrig sein soll (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399).

3.
Auf die offensichtlich unzulässige Verfassungsbeschwerde ist daher in Anwendung von Art. 106 Abs. 2 BGG i.V.m. Art. 117 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG durch die Präsidentin der Abteilung unter Kostenfolge für den Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

Demnach erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Appellationshof, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Mai 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Zbinden

Parole chiave

debt enforcementdefinitive debt reliefconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementsmootnesscourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisione estratta

No. The filing did not engage with the reasoning of the cantonal decision and therefore failed to meet the strict reasoning requirements.

Motivazione estratta

Under Arts. 116 and 117 BGG in conjunction with Art. 106(2) BGG, a constitutional complaint must clearly and specifically show, with reference to the contested reasoning, which constitutional rights were violated. The submission did not do so.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs.

Decisione estratta

The costs were imposed on the complainant.

Motivazione estratta

Because the complaint was obviously inadmissible, the complainant had to bear the court costs under Art. 66(1) BGG.

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