Non-entry on subsidiary constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_32/2010Tribunale federale / II divisione civile12 feb 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant's subsidiary constitutional complaint did not meet the requirement of specific and reasoned constitutional argumentation against the cantonal decision refusing to enter into his nullity action. The appeal was therefore inadmissible. Because the complaint had no prospects of success, legal aid was denied, and CHF 100 in court costs were imposed on the appellant. The Court also noted that future abusive filings of a similar nature may be filed away without response.

Massima Omnilex

Art. 117 in conjunction with Art. 106(2) and Art. 116 BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde, Begründungsanforderungen und Nichteintreten. In the subsidiary constitutional complaint, the complainant must, by reference to the decisive reasoning of the cantonal decision, set out clearly and in detail which constitutional rights were violated and in what respect; a merely appellatory or unsubstantiated submission is insufficient. Failing such specific constitutional pleading, the Federal Supreme Court does not enter into the complaint under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. If the complaint is manifestly unfounded or abusive, it may additionally be dismissed under Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG; hopeless proceedings preclude legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
5D_32/2010

Urteil vom 12. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 2. Februar 2010 des Obergerichts des Kantons Bern (Appellationshof, 2. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 2. Februar 2010 des Obergerichts des Kantons Bern, das auf eine Nichtigkeitsklage des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 159.75 (nebst Zins) und Fr. 80.-- (Mahngebühr) nicht eingetreten ist, dem Beschwerdeführer weder Gerichtskosten noch eine Parteientschädigung auferlegt und festgestellt hat, dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos geworden ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht erwog, die Nichtigkeitsklage weise keine rechtsgenügliche Begründung auf, obgleich der Beschwerdeführer zur Verbesserung aufgefordert worden sei, auf die Nichtigkeitsklage werde daher nicht eingetreten, mangels Kostenauflage sei das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 2. Februar 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und ausserdem einmal mehr missbräuchliche (Art. 42 Abs. 7 BGG) - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuch-liche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,
erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 100.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Escher Füllemann

Parole chiave

subsidiary constitutional complaintinadmissibilityinsufficient reasoninglegal aidcourt costsdebt enforcementnon-entryabusive filing

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint satisfied the strict reasoning requirements for alleging constitutional violations.

Decisione estratta

No. The filing did not engage with the decisive cantonal reasoning and did not show, in a constitutionally specific way, how the decision violated rights.

Motivazione estratta

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional grievances must be clearly and specifically argued against the cantonal reasoning; the appellant failed to do so, so the complaint was inadmissible.

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted before the Federal Supreme Court.

Decisione estratta

No, because the complaint was hopeless.

Motivazione estratta

The complaint had no prospects of success, so the requirement of indigence notwithstanding, legal aid had to be denied.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs.

Decisione estratta

Costs were imposed on the unsuccessful appellant.

Motivazione estratta

Under the cost rules, the losing party bears the court costs.

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