Non-entry on constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_200/2013Tribunale federale / II divisione civile31 ott 2013Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal non-entry decision in a definitive debt enforcement matter concerning CHF 91.80 in waste collection fees. It held that the filing did not meet the strict reasoning requirements for constitutional complaints because it failed to address the cantonal court’s reasoning and to specify constitutional violations. The complaint was therefore not entered into. As the case was hopeless, the request for free legal aid, including counsel, was rejected, and court costs of CHF 50 were charged to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: the pleading must, by reference to the reasoning of the cantonal decision, clearly and in detail indicate which constitutional rights were violated and how. A mere unstructured or conclusory submission does not satisfy the strict qualification requirement. If the complaint lacks such substantiation, the Federal Supreme Court does not enter into it. Free legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG is excluded where the remedy is manifestly devoid of prospects of success. In simplified procedure under Art. 117 i.V.m. Art. 108 BGG, the presiding member may decide alone.

Testo completo

{T 0/2}

5D_200/2013

Urteil vom 31. Oktober 2013

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Gemeinde Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 22. Oktober 2013 des Obergerichts des Kantons Glarus.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 22. Oktober 2013 des Obergerichts des Kantons Glarus, das auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für Fr. 91.80 (nebst Zins und Kosten) an die Beschwerdegegnerin (Abfallbeseitigungsgebühr) nicht eingetreten ist,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung),

in Erwägung,
dass gegen die in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Verfügung des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht in der Verfügung vom 22. Oktober 2013 erwog, die verworrenen Vorbringen der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Obergericht genügten den Begründungsanforderungen einer zulässigen Beschwerde nicht, es fehle an einer Auseinandersetzung mit dem Rechtsöffnungsentscheid, auf die Beschwerde sei daher nicht einzutreten,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch die Verfügung des Obergerichts vom 22. Oktober 2013 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der Beschwerdeführerin in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.

Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung) wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 50.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Oktober 2013
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Parole chiave

constitutional complaintnon-entryreasoning requirementsfree legal aidcourt costsdefinitive debt enforcement

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisione estratta

No. The complaint did not engage with the cantonal court's reasoning and did not clearly and specifically show any constitutional violation.

Motivazione estratta

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be invoked and substantiated with reference to the challenged reasoning; the appellant failed to do so, so non-entry was proper.

Questione giuridica chiave

Whether free legal aid, including counsel, should be granted.

Decisione estratta

No, because the constitutional complaint was hopeless.

Motivazione estratta

Legal aid is unavailable where the proceeding has no prospects of success.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs.

Decisione estratta

The appellant must pay costs.

Motivazione estratta

The losing party bears the costs.

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