Subsidiary constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_143/2007Tribunale federale / II divisione civile4 gen 2008Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court considered a constitutional complaint against a cantonal decision that had refused to enter into an appeal concerning the provisional annotation of a lien. Because the dispute value threshold was not met, only the subsidiary constitutional complaint was available. The appellant, however, failed to allege any constitutional violation or to address the cantonal reasoning regarding the late and incomplete advance payment. The Court therefore declined to enter into the complaint in simplified procedure and ordered the appellant to pay CHF 700 in court costs.

Massima Omnilex

Art. 117 in conjunction with Art. 106(2) and Art. 108(1)(b) BGG; subsidiary constitutional complaint: admissibility requires specific invocation and substantiation of the allegedly violated constitutional rights by reference to the reasoning of the cantonal decision. A mere challenge without engagement with the decisive considerations is insufficient; otherwise the Federal Supreme Court will not enter into the complaint. Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG. The simplified procedure is applicable where non-entry is manifest (consid. 2).

Testo completo

{T 0/2}
5D_143/2007

Urteil vom 4. Januar 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stockwerkeigentümergemeinschaft S.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch die Verwalterin V.________.

Gegenstand
Vormerkung eines Pfandrechts,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid
vom 16. Oktober 2007 des Obergerichts des Kantons Luzern, I. Kammer.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 16. Oktober 2007 des Obergerichts des Kantons Luzern, das auf einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen die Vormerkung der vorläufigen Eintragung eines Pfandrechts zu Gunsten der Beschwerdegegnerin (für deren Forderung von Fr. 4'175.80) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Anforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im angefochtenen Entscheid erwog, der Beschwerdeführer sei (unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis) am 27. September 2007 zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.-- bis zum 8. Oktober 2007 (Montag) aufgefordert worden, der Beschwerdeführer habe jedoch erst am 9. Oktober 2007 lediglich Fr. 300.-- bezahlt, weshalb androhungsgemäss auf den Rekurs sowohl mangels rechtzeitiger wie auch mangels vollständiger Vorschussleistung nicht eingetreten werde,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht,
dass er sich auch nicht mit den entscheidenden Erwägungen des Obergerichts auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht nach den erwähnten gesetzlichen Anforderungen anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 16. Oktober 2007 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:
1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Januar 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Parole chiave

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementcost advancenon-entrylien annotationcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisione estratta

No. The complaint did not allege any constitutional violation or engage with the cantonal reasoning in the required manner.

Motivazione estratta

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be specifically invoked and substantiated by reference to the challenged reasoning; the appellant did neither.

Questione giuridica chiave

Who bears the costs of the federal proceedings?

Decisione estratta

The appellant must bear the court costs.

Motivazione estratta

As the unsuccessful party, the appellant is liable for costs under the Federal Supreme Court Act.

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