Subsidiary constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_103/2012Tribunale federale / II divisione civile22 giu 2012Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint because the monetary threshold for an ordinary appeal was not met. It held that the appellant did not comply with the strict substantiation requirements for alleging constitutional violations: he failed to engage with the decisive reasoning of the cantonal decision and did not clearly and specifically explain which constitutional rights were violated. The complaint was therefore not entered upon. Court costs of CHF 300 were charged to the appellant. The decision was issued in the simplified procedure by the presiding member of the II. Civil Law Division.

Massima Omnilex

Art. 113 ff. BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint and requirement of substantiation of constitutional grievances: In a subsidiary constitutional complaint, only constitutional rights may be invoked, and the complaint must, with reference to the reasoning of the cantonal decision, state clearly and in detail which constitutional rights were violated and in what respect. A mere appellatory critique or failure to address the decisive considerations leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG (consid. 1). The unsuccessful party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Testo completo

{T 0/2}
5D_103/2012

Urteil vom 22. Juni 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gemeinde Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 10. Mai 2012 des Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 1. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 10. Mai 2012 des Obergerichts des Kantons Bern, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen definitiven Rechtsöffnungsentscheid nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Entscheid vom 10. Mai 2012 erwog, es sei dem Beschwerdeführer mit Verfügungen vom 15. März und 16. April 2012 sowohl eine Frist wie auch - nach deren unbenutztem Ablauf - eine Nachfrist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt worden, auch die Nachfrist sei unbenutzt abgelaufen, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (Art. 101 Abs. 3 i.V.m. Art. 59 Abs. 2 lit. f ZPO), der unterliegende Beschwerdeführer werde kostenpflichtig,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Obergerichts vom 10. Mai 1012 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Juni 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Parole chiave

constitutional complaintnon-entrysubstantiation requirementcost advancecourt costssummary procedure

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Court could enter into the subsidiary constitutional complaint.

Decisione estratta

No. The complaint did not meet the strict requirement to identify and substantiate constitutional violations in a clear and detailed manner.

Motivazione estratta

In a subsidiary constitutional complaint, only violations of constitutional rights may be invoked and must be specifically reasoned with reference to the cantonal decision. The appellant failed to address the decisive reasons of the cantonal court and therefore provided no sufficient reasoning.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs.

Decisione estratta

The losing appellant bears the costs.

Motivazione estratta

Under the Federal Supreme Court Act, the unsuccessful party is liable for costs.

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