Non-entry for inadequate appeal and unpaid advance costs

5A_699/2011Tribunale federale / II divisione civile24 ott 2011Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellants challenged a child-protection decision before the Federal Supreme Court after the cantonal appeal was rejected for failure to pay the advance on costs. The Federal Supreme Court held that the challenge to the original Regierungsstatthalteramt decision was inadmissible because it was not a final cantonal decision. The appeal also failed because it did not address the cantonal court's reasoning and contained no substantiated federal or constitutional complaints. The single judge therefore did not enter into the appeal and imposed court costs of CHF 1,000 on the appellants jointly and severally.

Massima Omnilex

Art. 75 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b, Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG; Eintreten auf die Beschwerde setzt einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid sowie eine rechtsgenügend begründete Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen voraus. Rügt die beschwerdeführende Partei Verfassungsverletzungen, sind diese ausdrücklich zu erheben und zu begründen; das Bundesgericht prüft sie nicht von Amtes wegen. Fehlt es an der Anfechtbarkeit des Entscheids oder an einer hinreichenden Begründung, ist im vereinfachten Verfahren durch den Instruktionsrichter nicht auf die Beschwerde einzutreten; die Kosten werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

Testo completo

{T 0/2}
5A_699/2011

Urteil vom 24. Oktober 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, als Instruktionsrichterin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte

  1. X.________,
  2. Y.________,
    Beschwerdeführer,

gegen

Regierungsstatthalteramt Oberaargau.

Gegenstand
Kindesschutzmassnahmen (Nichtleistung Verfahrenskosten),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, vom 14. September 2011.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerdeführer fochten den Entscheid des Regierungsstatthalters des Verwaltungskreises Oberaargau vom 8. Juli 2011 betreffend vormundschaftliche Weisungen gemäss Art. 307 ZGB mit Beschwerde vom 19. Juli 2011 beim Obergericht des Kantons Bern an. Der Instruktionsrichter setzte ihnen mit Verfügung vom 26. Juli 2011 Frist zur Leistung des Kostenvorschusses. Da dieser nicht fristgerecht geleistet wurde, verfügte er am 12. August 2011 eine Nachfrist unter Androhung der Säumnisfolgen. Dieser Verfügung leisteten die Beschwerdeführer ebenfalls keine Folge. Das Obergericht trat mit Entscheid vom 14. September 2011 wegen Nichtleistens des verlangten Kostenvorschusses auf die Beschwerde nicht ein.
Die Beschwerdeführer haben diesen ihnen am 20. September 2011 zugestellten Entscheid am 3. Oktober 2011 (Postaufgabe) beim Bundesgericht mit Beschwerde angefochten. Der Beschwerde lag auch der Entscheid des Regierungstatthalters vom 8. Juli 2011 bei.

2.
Auf die Beschwerde kann nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen den Entscheid des Regierungstatthalters vom 8. Juli 2011 richtet. Dieser Entscheid ist nicht letztinstanzlich im Sinn von Art. 75 Abs. 1 BGG.

3.
3.1 In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allfällige Verletzung verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234).

3.2 Die Beschwerdeführer gehen in ihrer Eingabe überhaupt nicht auf die Erwägungen des Obergerichts im Entscheid vom 14. September 2011 ein, mit denen es das Nichteintreten auf die kantonale Beschwerde begründet hat, und es wird nicht erörtert, inwiefern das Obergericht damit Bundesrecht verletzt haben könnte.

4.
Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit in Anwendung durch Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG durch die Instruktionsrichterin unter Kostenfolge für die Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten. Die Beschwerdeführer haften für die Kosten solidarisch (Art. 66 Abs. 5 BGG).

Demnach erkennt die Instruktionsrichterin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Oktober 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Instruktionsrichterin: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zbinden

Parole chiave

child protectionadvance on costsnon-entryadmissibilityreasoned appealfinal decisioncostsjoint liability

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Supreme Court could review the challenge against the Regierungsstatthalteramt's decision of 8 July 2011

Decisione estratta

The challenge to the authority's decision was inadmissible because that decision was not a final cantonal decision.

Motivazione estratta

Only a final cantonal decision is open to appeal under Art. 75 para. 1 BGG.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal adequately engaged with the cantonal court's reasoning and met the requirements for a reasoned appeal

Decisione estratta

The appeal was insufficiently reasoned because it did not address the cantonal court's grounds for non-entry.

Motivazione estratta

The appellants failed to explain which rights were violated and did not set out how the cantonal court allegedly breached federal law; constitutional grievances must be expressly raised and reasoned.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal should be entered into under the summary non-entry provisions of the BGG

Decisione estratta

The appeal was manifestly inadmissible and the single judge did not enter into it.

Motivazione estratta

Because the appeal lacked admissible subject matter and sufficient reasoning, non-entry was appropriate under Art. 108 para. 1 lit. a and b BGG.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs

Decisione estratta

Court costs of CHF 1,000 were imposed jointly and severally on the appellants.

Motivazione estratta

Costs follow the unsuccessful appeal; joint and several liability was ordered under the BGG.

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