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5A_633/2013 ΓÇó Late appeal against refusal of legal aid inadmissible
5A_633/2013Tribunale federale / II divisione civile5 set 2013Inadmissible
X.________ AG challenged a cantonal decision refusing it legal aid for a request to lift land-register restrictions in a land-register rectification case. The Federal Court held that the appeal was filed out of time because the suspension of deadlines did not apply to a decision under Art. 98 BGG concerning provisional measures. It further noted that the appeal was insufficiently reasoned. Legal aid was denied for the federal proceedings because a legal person cannot obtain it here and the appeal was hopeless. The appeal was not entered into, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant.
Art. 98, 46 Abs. 2, 100 Abs. 1, 48 Abs. 1, 42 Abs. 2, 106 Abs. 2, 64 Abs. 1, 66 Abs. 1 BGG; appeal against a decision in proceedings concerning provisional measures is subject to the ordinary 30-day time limit without statutory suspension during judicial recesses. An appeal lodged after expiry is manifestly inadmissible and, in the simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, may be declared non-entered. Independently, an appeal must satisfy the specific reasoning requirements of Art. 42 para. 2 and Art. 106 para. 2 BGG. Legal aid under Art. 64 BGG is denied where the filing is hopeless; a legal person is not granted legal aid in this context (consid. 1).
{T 0/2}
5A_633/2013
Urteil vom 5. September 2013
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Verfahrensbeteiligte
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,
gegen
Bezirksgericht Kreuzlingen,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (Grundbuchsperren),
Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 5. Juni 2013 des Obergerichts des Kantons Thurgau.
Nach Einsicht
in die (als Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG entgegengenommene) Eingabe gegen den Entscheid vom 5. Juni 2013 des Obergerichts des Kantons Thurgau, das eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege an die Beschwerdeführerin (als juristische Person) für ihr Gesuch um Aufhebung von Grundbuchsperren (im Rahmen eines Grundbuchberichtigungsprozesses) abgewiesen und festgestellt hat, dass die erstinstanzliche Frist zur Vorschussleistung mit der Zustellung des obergerichtlichen Entscheids laufe,
in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG innert 30 Tagen nach der Eröffnung des kantonalen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post zu übergeben ist (Art. 100 Abs. 1, 48 Abs. 1 BGG),
dass der Friststillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG in Fällen wie dem vorliegenden, wo sich die Beschwerde gegen einen im Rahmen eines Verfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen ergangenen Entscheid und damit gegen einen Entscheid im Sinne von Art. 98 BGG richtet (Fabienne Hohl, Procédure civile, Bd. II, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 3068 S. 543), kraft der ausdrücklichen Vorschrift des Art. 46 Abs. 2 BGG nicht gilt,
dass der Entscheid des Obergerichts vom 5. Juni 2013 der Beschwerdeführerin gemäss offiziellem Zustellzeugnis am 9. Juli 2013 auf dem Rechtshilfeweg eröffnet worden ist,
dass die Beschwerdeführerin die Beschwerde an das Bundesgericht erst am 3. September 2013 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist der Schweizerischen Post übergeben hat,
dass sich somit die Beschwerde als verspätet und daher als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb darauf im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass die Beschwerde im Übrigen auch deshalb unzulässig wäre, weil sie den Begründungsanforderungen der Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG nicht entspricht,
dass der Beschwerdeführerin als juristischer Person auch für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (BGE 119 Ia 337), zumal die Beschwerde zum Vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
Auf die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG wird nicht eingetreten.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. September 2013
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: von Werdt
Der Gerichtsschreiber: Füllemann