Insufficiently reasoned appeal in interim measures case

5A_406/2011Tribunale federale / II divisione civile17 giu 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Swiss Federal Supreme Court did not enter into the husband’s appeal against the Zurich Superior Court’s refusal to hear his challenge to the denial of superprovisional measures in the divorce proceedings. It held that, in a case concerning interim measures, only constitutional violations may be raised and that the appeal failed to address the two decisive reasons of the cantonal decision with the required specificity. Because the appeal was hopeless, the request for free legal aid was denied. Court costs of CHF 700 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 75 Abs. 1, 98, 106 Abs. 2, 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissibility and reasoning of an appeal against an interim-measures decision. In cases concerning provisional measures, the Federal Supreme Court examines only constitutional complaints. The appellant must engage with the decisive reasoning of the challenged decision and, by reference to that reasoning, set out clearly and in detail which constitutional rights were infringed and how. A failure to do so leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Legal aid is refused where the appeal lacks prospects of success (Art. 64 Abs. 1 BGG).

Testo completo

{T 0/2}
5A_406/2011

Urteil vom 17. Juni 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Z.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Anna Schuler-Scheurer,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Vorsorgliche Massnahmen (Ehescheidung).

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 10. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 10. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Verweigerung superprovisorischer Massnahmen im Ehescheidungsprozess (Gesuch um Aufhebung der im vorgängigen Eheschutzverfahren zugesprochenen Frauenunterhaltsbeiträge) nicht eingetreten ist,
in die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und um "rasche" Bearbeitung,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, erstens stehe (wie gegen die Anordnung) auch gegen die Verweigerung superprovisorischer Massnahmen nach Art. 265 ZPO kein kantonales Rechtsmittel offen, zweitens fehle es an der Prozessvoraussetzung des nicht leicht wieder gut zu machenden Nachteils im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO, weil noch nicht abschlägig über das (ebenfalls eingereichte) Gesuch des Beschwerdeführers um vorsorgliche Massnahmen entschieden worden sei, demzufolge die Möglichkeit der Gutheissung dieses Gesuchs bestehe und der Beschwerdeführer durch die Verweigerung der superprovisorischen Massnahme aktuell gar nicht beschwert sei,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG, die sich nur gegen letztinstanzliche Entscheide richten kann (Art. 75 Abs. 1 BGG), zum Vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer den erstinstanzlichen Entscheid mitanficht,
dass sodann die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),

dass ferner in einem Fall wie dem vorliegenden, wo sich die Beschwerde gegen einen Entscheid betreffend vorsorgliche Massnahmen richtet, nur die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte erhoben werden kann (Art. 98 BGG),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die beiden entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen, die je einzeln nach den erwähnten Voraussetzungen anzufechten gewesen wären, eingeht,
dass der Beschwerdeführer erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Beschluss des Obergerichts vom 10. Juni 2011 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juni 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

interim measuresinadmissibilityreasoning requirementsconstitutional complaintlegal aidcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal was admissible against the cantonal decision on superprovisional measures and whether the reasoning met the requirements of the Federal Supreme Court Act.

Decisione estratta

The appeal was inadmissible because it did not sufficiently address the decisive reasoning of the lower court and contained no adequate constitutional reasoning.

Motivazione estratta

The Court held that, in interim-measures cases, only constitutional violations may be raised; such objections must be set out clearly and in detail. The appellant failed to engage with the two decisive cantonal reasons and therefore did not satisfy the reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to free legal aid for the Federal Supreme Court proceedings.

Decisione estratta

Free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motivazione estratta

Under the statute, legal aid is unavailable for an obviously hopeless appeal.

Questione giuridica chiave

How the costs of the proceedings should be allocated.

Decisione estratta

Court costs were imposed on the losing appellant.

Motivazione estratta

As the appellant was unsuccessful, he bore the costs under the general cost rule.

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