Late federal appeal in marital protection case; no entry

5A_348/2011Tribunale federale / II divisione civile1 giu 2011Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Swiss Federal Court did not enter into an appeal against a Zurich marital-protection decision because the appeal was filed too late. The appellant had already challenged the cantonal decision by nullity complaint to the cantonal cassation court, so the federal deadline ran from service of that court’s decision on 7 April 2011. Because matters under Art. 98 BGG are not subject to court vacations, the 30-day deadline expired on 9 May 2011. The appeal was mailed only on 20 May 2011. The requests for suspensive effect and for suspension became moot. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 100 Abs. 1, 6 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 46 Abs. 2 BGG; timeliness of a federal appeal in a case concerning measures under Art. 98 BGG. Where a cantonal extraordinary remedy against the same decision has been pursued, the federal appeal period begins upon service of the cantonal cassation decision. In proceedings regarding measures under Art. 98 BGG, the legal suspension of time limits during court holidays does not apply. An appeal mailed after expiry of the 30-day period is manifestly inadmissible and leads to non-entry in summary procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. Costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
5A_348/2011

Urteil vom 1. Juni 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Paul H. Langner,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Eheschutz,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 8. Januar 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich (I. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 8. Januar 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich, das in teilweiser Gutheissung eines Rekurses des Beschwerdeführers eine erstinstanzliche Eheschutzverfügung teilweise abgeändert, im Übrigen jedoch den Rekurs (wie auch den Anschlussrekurs der Beschwerdegegnerin) abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist, und die Eheschutzverfügung bestätigt hat,
in die Gesuche um aufschiebende Wirkung und um Verfahrenssistierung,
in die Präsidialverfügung vom 1. Juni 2011, womit die Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung mit sofortiger Wirkung widerrufen worden ist,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer den obergerichtlichen Beschluss mit Nichtigkeitsbeschwerde beim Kassationsgericht des Kantons Zürich angefochten hat, weshalb die Frist zur Einreichung einer Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den obergerichtlichen Beschluss mit der Eröffnung des kassationsgerichtlichen Zirkulationsbeschlusses vom 21. März 2011 zu laufen begann (Art. 100 Abs. 6 BGG),
dass deshalb die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG innert 30 Tagen nach der Eröffnung des kassationsgerichtlichen Beschlusses beim Bundesgericht einzureichen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post zu übergeben war (Art. 100 Abs. 1, Art. 48 Abs. 1 BGG),
dass ferner die Gerichtsferien (Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG) in einem Fall wie dem vorliegenden, wo sich die Beschwerde gegen einen Entscheid betreffend Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG richtet (BGE 133 III 393 E. 5 S. 396f.), kraft der ausdrücklichen Vorschrift des Art. 46 Abs. 2 BGG nicht galten (bundesgerichtliche Urteile 5A_177/2007 vom 1. Juni 2007 E. 1.3, 5A_169/2007 vom 21. Juni 2007 E. 3, in: Fampra.ch 2007 S. 953, und 5A_218/2007 vom 7. August 2007 E. 3.2, in: Pra 96/2007 Nr. 138 S. 946),
dass der Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts vom 21. März 2011 dem Anwalt des Beschwerdeführers am 7. April 2011 eröffnet worden ist,
dass die Beschwerde erst am 20. Mai 2011 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist (Montag, 9. Mai 2011) der Post übergeben worden ist,
dass sich somit die Beschwerde als verspätet und daher als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb darauf im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass mit dem Beschwerdeentscheid die Gesuche um aufschiebende Wirkung und um Verfahrenssistierung gegenstandslos werden,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Juni 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

marital protectionappeal deadlineinadmissibilitycourt holidayssummary procedurecosts

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal was filed in time despite the cantonal cassation proceedings.

Decisione estratta

No. The appeal period began with service of the cantonal cassation decision and expired before the federal appeal was mailed.

Motivazione estratta

Under Art. 100(6) BGG, the time limit starts upon service of the cantonal cassation decision; in matters under Art. 98 BGG, court holidays do not apply under Art. 46(2) BGG. The filing on 20 May 2011 was therefore late.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs.

Decisione estratta

The appellant must bear the court costs.

Motivazione estratta

As the unsuccessful party, the appellant is liable for costs under Art. 66(1) BGG.

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