Late appeal and abusive recusal request declared inadmissible

5A_206/2014Tribunale federale / II divisione civile13 mar 2014Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Court dealt with an appellant's recusal request against the president of the civil division, his appeal against an Aargau appellate interim decision on recusal, and his request for legal aid. It held that the recusal request was abusive and need not be entertained. The appeal was filed well after the 30-day deadline, as service of the cantonal decision was deemed to have occurred on 2013-12-13, so the appeal was manifestly inadmissible. Legal aid was refused because the appeal was hopeless. The appellant was ordered to pay CHF 500 in court costs and received no party compensation.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 7, Art. 64 Abs. 1, Art. 66 Abs. 1, Art. 100 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. a, Art. 48 Abs. 1 BGG; recusal motions and appeals may be summarily rejected where they are abusive or manifestly out of time. A recusal request filed solely to obstruct proceedings need not be entertained; prior judicial involvement and a criminal complaint do not, without further objective circumstances, establish an appearance of bias. The appeal period runs from deemed service, and late filing leads to non-entry. Legal aid is excluded where the appeal lacks prospects of success; costs follow the outcome.

Testo completo

{T 0/2}

5A_206/2014

Urteil vom 13. März 2014

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau.

Gegenstand
Ausstand (Beiratschaft),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Zwischenentscheid vom 3. Dezember 2013 des Obergerichts des Kantons Aargau (Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Zwischenentscheid vom 3. Dezember 2013 des Obergerichts des Kantons Aargau, das ein (als offensichtlich trölerisch und haltlos qualifiziertes) Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen den Präsidenten der Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz des Obergerichts abgewiesen hat,
in das Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen den Präsidenten der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts und in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,
dass auf das allein zum Zweck der Blockierung der Justiz gestellte und damit missbräuchliche Ausstandsbegehren nicht einzutreten ist (BGE 111 Ia 148 E. 2, 105 Ib 301 E. 1c und d), zumal weder die vom Beschwerdeführer erhobene Strafanzeige noch die Mitwirkung des abgelehnten Präsidenten der (zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständigen) II. zivilrechtlichen Abteilung in früheren Entscheiden geeignet sind, diesen bei objektiver Betrachtung als befangen erscheinen zu lassen (BGE 114 Ia 278 E. 1, 105 Ib 301 E. 1c),
dass sodann Beschwerden nach Art. 72 ff. BGG innert 30 Tagen nach der Eröffnung des kantonalen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post zu übergeben sind (Art. 100 Abs. 1, 48 Abs. 1 BGG),
dass der Zwischenentscheid des Obergerichts vom 3. Dezember 2013 als dem Beschwerdeführer (ungeachtet seines der Post erteilten Auftrags zur Verlängerung der Postaufbewahrung) am 13. Dezember 2013 (7. Tag ab Eingang bei der Empfangspoststelle) eröffnet gilt (vgl. Art. 44 Abs. 2 BGG; BGE 134 V 49 E. 4 S. 52),
dass der Beschwerdeführer die Beschwerde an das Bundesgericht erst am 12. März 2014 und damit lange nach Ablauf der Beschwerdefrist der Post übergeben hat,
dass sich somit die Beschwerde als verspätet und daher als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb darauf im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass im Übrigen der Beschwerdeführer einmal mehr missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7 BGG), weshalb die Beschwerde auch aus diesem Grund unzulässig wäre,
dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG) und keine Parteientschädigung zugesprochen erhält,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt der Präsident:

1.

Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.

2.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

4.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

5.

Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

6.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. März 2014
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Parole chiave

recusalinadmissibilitytime limitabuse of rightslegal aidcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the recusal request against the Federal Court president was admissible

Decisione estratta

The recusal request was inadmissible because it was abusive and aimed at obstructing justice; the stated grounds did not objectively suggest bias.

Motivazione estratta

A recusal motion made solely to block proceedings need not be entertained. Prior participation in other cases and the appellant's criminal complaint did not create an appearance of partiality.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the cantonal interim decision was filed in time

Decisione estratta

The appeal was filed too late and was therefore manifestly inadmissible.

Motivazione estratta

The cantonal decision was deemed served on 2013-12-13, and the appeal was only handed to the post on 2014-03-12, well after the 30-day deadline.

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted

Decisione estratta

Legal aid was denied because the appeal had no prospect of success.

Motivazione estratta

An obviously inadmissible and time-barred appeal is hopeless within the meaning of the Federal Court Act.

Questione giuridica chiave

Court costs and party compensation

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant and no party compensation was awarded.

Motivazione estratta

The losing party bears the costs; there was no basis for a compensation award.

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