Involuntary commitment upheld; complaint dismissed as far as admissible

5A_184/2010Tribunale federale / II divisione civile15 mar 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the complaint against the cantonal decision upholding the involuntary commitment of the appellant to Psychiatric Center A. The court held that, since no substantiated challenge to the cantonal factual findings was raised, it had to rely on those findings, which established a mental disorder, need for inpatient treatment, and acute danger to others. On that basis, the commitment under Art. 397a ZGB was lawful. No court costs were charged.

Massima Omnilex

Art. 397a ZGB; Art. 105 Abs. 1 and 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 109 BGG; review of involuntary commitment on appeal: the Federal Supreme Court is bound by the cantonal findings of fact unless they are challenged with substantiated constitutional reasoning and are manifestly erroneous. If the findings establish mental illness, need for treatment, and that adequate personal care or protection against danger to others cannot otherwise be ensured, placement in an appropriate institution is lawful. In abbreviated proceedings under Art. 109 BGG, the complaint may be dismissed as obviously unfounded; no costs may be levied.

Testo completo

{T 0/2}
5A_184/2010

Urteil vom 15. März 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Herrmann,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. Dr. med. Y.________,
  2. Dr. med. Z.________.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern (Kantonale Rekurskommission für fürsorgerische Freiheitsentziehungen) vom 3. März 2010.

Nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen das Urteil vom 3. März 2010 des Obergerichts des Kantons Bern, das einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen seine am 23. Februar 2010 (wegen akuter Fremdgefährdung bei produktiv psychotischem Erleben) in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete Einweisung in das Psychiatriezentrum A.________ abgewiesen und festgestellt hat, dass die gesetzliche 6-Wochenfrist der Massnahme am 5. April 2010 ablaufe,

in Erwägung,
dass das Obergericht - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung des Beschwerdeführers - erwog, der ... leidende Beschwerdeführer habe keine Krankheitseinsicht und müsse stationär behandelt werden, weil er bei sofortiger Entlassung andere akut gefährden würde (Würgen einer unbekannten Frau, Angriff auf weitere Personen),
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),
dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts über den Krankheitszustand des Beschwerdeführers, seine Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Fremdgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des vom Obergericht festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Einweisung des Beschwerdeführers in das Psychiatriezentrum A.________ bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes des Beschwerdeführers nötige Schutz vor Fremdgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann, bis der Zustand des Beschwerdeführers stabilisiert ist,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des Obergerichts verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, Dr. med. Y.________ und Dr. med. Z.________ sowie dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. März 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

involuntary commitmentmental illnessdanger to othersfact reviewadmissibilitycourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint against the involuntary commitment was admissible and well-founded.

Decisione estratta

The complaint is dismissed insofar as it is admissible; the commitment remains lawful.

Motivazione estratta

The Federal Supreme Court was bound by the factual findings of the cantonal court because no substantiated challenge to those findings was raised. On that basis, the statutory requirements for commitment under Art. 397a para. 1 ZGB were met: due to the mental condition, inpatient treatment in an appropriate institution was necessary and protection from danger to others could not otherwise be ensured.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be imposed.

Decisione estratta

No court costs are charged.

Motivazione estratta

The judgment states that no court costs are levied.

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