Constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

4D_46/2009Tribunale federale / I divisione civile14 apr 2009Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant's constitutional complaint against the Thurgau cantonal ruling lacked the required reasoning. He did not sufficiently show any violation of rights, nor did he substantiate his claims of arbitrariness concerning the handling of the recusal/supervision complaint, the cost order, or the application of cantonal provisions. The court therefore did not enter into the complaint and ordered court costs of CHF 300 against the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; requirements for a constitutional complaint: the pleading must engage with the reasoning of the challenged decision and, for constitutional grievances, set out specific and substantiated arguments. The Federal Supreme Court examines constitutional violations only if they are expressly raised and duly reasoned. Mere assertions or unspecific criticism do not suffice. Where the complaint fails these requirements, the Court does not enter into the matter under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; court costs follow under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
4D_46/2009

Urteil vom 14. April 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.C.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gerichtspräsidium Kreuzlingen,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Aufsichtsbeschwerde und Ausstand,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 12. Januar 2009.

In Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Thurgau mit Beschluss vom 12. Januar 2009 auf das vom Beschwerdeführer und B.C.________ gegenüber dem Präsidenten des Bezirksgerichts Kreuzlingen erhobene Ausstandsbegehren und die Aufsichtsbeschwerde nicht eintrat;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 18. März 2009 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, den Beschluss des Obergerichts mit Beschwerde anzufechten;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass entgegen den Rügen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich ist, inwiefern das Obergericht die Aufsichtsbeschwerde mit dem Ausstandsbegehren vermischt haben soll, und in der Beschwerdeschrift nicht dargelegt wird, inwiefern es § 75 Abs. 1 ZPO TG willkürlich angewendet haben soll, indem es dem Beschwerdeführer die Gerichtskosten auferlegt hat;
dass schliesslich entgegen der letzten vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rüge ebenso wenig ersichtlich ist, inwiefern wegen des Umstandes, dass der Bezirksgerichtspräsident gemäss der Angabe des Beschwerdeführers zusammen mit Mitgliedern des Obergerichts der Anwaltskommission angehört, im angefochtenen Entscheid § 4 Abs. 2 GOG willkürlich angewendet worden sein soll;
dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. April 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Parole chiave

constitutional complaintinadmissibilityreasoned appealarbitrarinessrecusalcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the constitutional complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Decisione estratta

No. The complaint did not sufficiently explain which rights were violated and did not properly substantiate the alleged arbitrariness.

Motivazione estratta

Under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, the appellant had to engage with the reasons of the cantonal decision and expressly raise and substantiate constitutional grievances. The filing failed to do so.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant's objections regarding the alleged mixing of supervision complaint and recusal request, cost allocation, and application of cantonal provisions justified review.

Decisione estratta

No. The asserted violations were not demonstrated in a legally sufficient manner.

Motivazione estratta

The complaint did not show why the cantonal court allegedly conflated the two remedies, why the cost order was arbitrary under § 75(1) ZPO TG, or why the reference to the district court president's membership in the bar commission rendered § 4(2) GOG arbitrary.

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