Subsidiary constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

4D_29/2012Tribunale federale / I divisione civile2 apr 2012Dismissed

Sintesi

The Federal Supreme Court held that an ordinary civil appeal was unavailable because the dispute value threshold was not met and no fundamental legal question arose. The filing was therefore treated as a subsidiary constitutional complaint. However, the appellant failed to specify any constitutional rights and to substantiate a challenge to the cantonal reasoning, so the Court did not enter into the complaint. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Regest

Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 74 Abs. 2 lit. a, Art. 113 ff., Art. 116, Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 117 BGG; admissibility and reasoning requirements of the subsidiary constitutional complaint. Where the amount in dispute is below the threshold for a civil law appeal and no question of fundamental importance is shown, the filing is to be treated as a subsidiary constitutional complaint. Such a remedy allows only the invocation of constitutional rights, which must be expressly identified and argued with reference to the reasoning of the cantonal decision. A merely appellatory or unsupported submission does not satisfy the strict reasoning requirement and leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
4D_29/2012

Urteil vom 2. April 2012
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ GmbH,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten auf Beschwerde,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Nidwalden, Zivilabteilung, vom 8. Februar 2012.
In Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 8. Februar 2012 auf die von der Beschwerdeführerin gegen den Entscheid der Schlichtungsbehörde Nidwalden vom 2. November 2011 erhobene Beschwerde mit der Begründung nicht eintrat, die Beschwerdeschrift erfülle die Minimalanforderungen an die Begründung einer Beschwerde nicht;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 8. März 2012 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, den Entscheid des Obergerichts vom 8. Februar 2012 mit Beschwerde anzufechten;

dass eine Beschwerde in Zivilsachen im vorliegenden Fall nicht zulässig ist, weil der erforderliche Streitwert von Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) nicht erreicht wird und sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne vom Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt;

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne von Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;

dass mit einer solchen Beschwerde ausschliesslich die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG);

dass in der Beschwerdeschrift dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 8. März 2012 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Nidwalden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. April 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Parole chiave

admissibilityconstitutional complaintreasoning requirementvalue in disputecourt costsnon-entry