Federal appeal inadmissible for failure to exhaust remedies

4A_66/2011Tribunale federale / I divisione civile18 feb 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Court held that the appellant's challenge to the Zurich decisions on free legal aid could not be heard. As to the appellate court decision, the appellant had not exhausted the cantonal remedies; as to the cassation court decision, the appeal lacked adequate constitutional reasoning. The court therefore did not enter into the appeal, denied free legal aid because the appeal was hopeless, and ordered CHF 500 in costs against the appellant.

Massima Omnilex

Art. 75 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a/b BGG; admissibility of a federal appeal and reasoning requirements. The Federal Court will not enter into an appeal unless the cantonal instance chain is exhausted. A party invoking violations of constitutional rights must identify and substantiate such grievances expressly; the Court does not examine constitutional issues ex officio. Review of cantonal procedural law is limited to federal law or constitutional violations and likewise presupposes properly articulated complaints. An obviously inadmissible or hopeless appeal does not justify free legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
4A_66/2011

Urteil vom 18. Februar 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Serge Flury,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
unentgeltliche Prozessführung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 29. Oktober 2009 und den Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 7. Dezember 2010.
In Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Juli 2008 gegenüber dem Beschwerdegegner eine Forderung von Fr. 119'000.-- nebst Zins hängig machte und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsbeistand ersuchte;

dass das Bezirksgericht Zürich mit Beschluss vom 20. März 2009 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abwies und dem Beschwerdeführer Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 21'500.-- ansetzte;

dass der Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, das mit Beschluss vom 29. Oktober 2009 dessen Rekurs abwies, soweit es auf ihn eintrat;

dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid beim Kassationsgericht des Kantons Zürich anfocht, das mit Zirkulationsbeschluss vom 7. Dezember 2010 dessen Nichtigkeitsbeschwerde abwies, soweit es auf sie eintrat;

dass der Beschwerdeführer beim Bundesgericht zwei vom 31. Januar 2011 datierte Eingaben einreichte, in denen er erklärte, den Beschluss des Obergerichts vom 29. Oktober 2009 und jenen des Kassationsgerichts vom 7. Dezember 2010 mit Beschwerde anzufechten;

dass die Erhebung der Beschwerde beim Bundesgericht die Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges voraussetzt (Art. 75 Abs. 1 BGG);

dass der Beschwerdeführer gegenüber dem Entscheid des Obergerichts ausschliesslich Rügen vorbringt (Verletzung von Art. 9 und Art. 29 Abs. 3 BV), die er mit der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde beim Kassationsgericht geltend machen konnte;

dass damit von vornherein auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann, soweit sie sich gegen den Entscheid des Obergerichts richtet;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Anwendung und Auslegung des kantonalen Verfahrensrechts vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht überprüft werden kann (Art. 95 BGG; BGE 134 II 349 E. 3 S. 351), was aber - wie bereits festgehalten - das Vorbringen entsprechender Rügen in der Beschwerdeschrift voraussetzt;

dass diesen Begründungsanforderungen nicht genügt, was der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 31. Januar 2011 gegen den Entscheid des Kassationsgerichts vom 7. Dezember 2010 vorbringt;

dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist;

dass mit dem Entscheid in der Sache das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos wird;

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege samt Rechtsbeistand wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsbeistand wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Februar 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Parole chiave

free legal aidinadmissibilityexhaustion of remediesreasoning requirementsconstitutional complaintcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal against the cantonal appellate judgment was admissible despite the requirement to exhaust cantonal remedies.

Decisione estratta

The appeal was inadmissible insofar as it targeted the cantonal appellate judgment because the appellant had not shown a proper federal basis beyond issues already examinable by the cantonal cassation court.

Motivazione estratta

Federal appeal requires exhaustion of cantonal remedies; the appellant raised only objections that could have been brought in the cantonal nullity appeal.

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal against the cassation court judgment met the reasoning requirements.

Decisione estratta

The appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements and was therefore not entered.

Motivazione estratta

The filing failed to explain, with reference to the challenged reasoning, which federal rights were violated; constitutional rights are not examined ex officio.

Questione giuridica chiave

Whether the request for free legal aid before the Federal Court should be granted.

Decisione estratta

Free legal aid, including counsel, was refused because the appeal had no prospects of success.

Motivazione estratta

An appeal that is inadmissible and thus hopeless does not justify legal aid.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs.

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant.

Motivazione estratta

As the unsuccessful party, the appellant must bear the costs.

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