Non-entry for insufficiently reasoned appeal; legal aid denied

4A_610/2011Tribunale federale / I divisione civile7 nov 2011Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X.________ GmbH challenged a Zurich Commercial Court judgment ordering its dissolution and liquidation in bankruptcy. The Federal Supreme Court held that the appeal filing of 5 October 2011 did not meet the mandatory reasoning requirements: it failed to identify any violated rights and instead contained inadmissible criticism of the lower court’s assessment of the evidence. The court therefore declined to enter on the appeal under Art. 108(1)(b) BGG. Because the appeal was hopeless, legal aid was refused. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b, Art. 64 Abs. 1 und Art. 66 Abs. 1 BGG; Anforderungen an die Begründung der Beschwerde und Folgen ungenügender Rügeerhebung. Das Bundesgericht tritt auf eine Beschwerde nur ein, soweit sie die Verletzung von Rechten in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids in gedrängter Form darlegt. Verfassungsrügen werden nur geprüft, wenn sie ausdrücklich erhoben und begründet werden. Das Bundesgericht ist grundsätzlich an die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen gebunden; appellatorische Kritik und neue Tatsachenvorbringen sind unzulässig. Eine offensichtlich unbegründete oder unzulänglich begründete Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren ohne Weiteres als unzulässig zu behandeln; wegen Aussichtslosigkeit entfällt die unentgeltliche Rechtspflege.

Testo completo

{T 0/2}
4A_610/2011

Urteil vom 7. November 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kanton Zürich, vertreten durch Handelsregisteramt des Kantons Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Organisationsmangel,

Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 29. September 2011.
In Erwägung,
dass das Handelsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 29. September 2011 erkannte, dass die Beschwerdeführerin aufgelöst werde, und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anordnete;

dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 5. Oktober 2011 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, den Entscheid des Handelsgerichts vom 29. September 2011 mit Beschwerde anzufechten;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;

dass neue Vorbringen grundsätzlich ausgeschlossen sind (Art. 99 Abs. 1 BGG);

dass es demnach nicht angeht, in einer Beschwerde an das Bundesgericht appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts zu üben und Ergänzungen bezüglich der tatsächlichen Feststellungen vorzunehmen, als ob dem Bundesgericht im Beschwerdeverfahren die freie Prüfung aller Tatfragen zukäme (BGE 134 II 244 E. 2.2; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f.);

dass die Rechtsschrift vom 5. Oktober 2011 den erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, über das unter den gegebenen Umständen nicht vorgängig separat entschieden werden musste (vgl. Urteil 4A_20/2011 vom 11. April 2011 E. 7.2.2), wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Handelsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. November 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Parole chiave

appeal admissibilityreasoning requirementlegal aidnon-entrycostscorporate dissolutionbankruptcy liquidationappellate criticism

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the federal reasoning requirements of Art. 42 and 106 BGG

Decisione estratta

The filing did not satisfy the required substantiation because it failed to show which rights were violated and merely raised inadmissible appellate-style criticism.

Motivazione estratta

The Federal Supreme Court only reviews alleged violations that are expressly raised and reasoned; it is bound by the lower court's factual findings absent specific challenge. New allegations and general criticism of evidence assessment are inadmissible.

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted

Decisione estratta

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motivazione estratta

Since the appeal was manifestly deficient and therefore could not succeed, the statutory condition of non-frivolous prospects was not met.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be imposed on the appellant

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant.

Motivazione estratta

As the appeal failed, costs were charged to the losing party under the applicable procedural rule.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.