Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning and late security deposit

4A_603/2010Tribunale federale / I divisione civile26 gen 2011Inadmissible

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The Federal Supreme Court declared the complaint inadmissible because the appellant did not advance a legally sufficient arbitrariness challenge against the Zurich Cassation Court's finding that the security deposit for the cantonal cassation appeal had been paid too late. The court held that, in reviewing pre-2011 cantonal procedural law, it could only examine arbitrariness and not reassess the matter freely. As a result, the appellant was ordered to pay court costs and compensate the respondents.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG; an appeal must state in a concise manner how the challenged decision violates the law, and attacks on cantonal law are admissible only if specifically and substantively reasoned, particularly where arbitrariness is invoked. The Federal Supreme Court reviews the application of pre-2011 cantonal civil procedure only for arbitrariness; it does not freely reassess whether a procedural security deposit should be deemed timely under federal-purpose considerations. Where the appellant merely asserts incorrectness without pinpointing the allegedly violated cantonal norms and without a developed arbitrariness argument, the appeal is not entered into (consid. 1-2).

Testo completo

{T 0/2}
4A_603/2010

Urteil vom 26. Januar 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Kolly,
Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Petar Hrovat,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. B.________,
  2. C.________,
    beide vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Wagen,
    Beschwerdegegner.

Gegenstand
Aktienrechtliche Verantwortlichkeit/Schadenersatz,

Beschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 23. September 2010.
Sachverhalt:

A.
Das Obergericht des Kantons Zürich verpflichtete A.________ (Beschwerdeführer) mit Urteil vom 5. Februar 2010, B.________ und C.________ (Beschwerdegegner) Fr. 389'000.-- zu bezahlen, wogegen der Beschwerdeführer mit Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassationsgericht des Kantons Zürich gelangte.

Der Präsident des Kassationsgerichts setzte dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 17. März 2010 eine Frist von 10 Tagen ab Mitteilung der Verfügung an, um für das Kassationsverfahren eine Prozesskaution von Fr. 29'000.-- zu leisten.

Gemäss Kontoauszug der Postfinance erfolgte die Überweisung der Kaution vom Bankkonto des Beschwerdeführers auf das Postkonto des Kassationsgerichts am 7. April 2010, und damit einen Tag nach Ablauf der angesetzten Frist.

B.
Der Kassationsgerichtspräsident gab dem Beschwerdeführer Gelegenheit, zur Frage der Fristeinhaltung Stellung zu nehmen. Mit Verfügung vom 20. Mai 2010 beschränkte er das Verfahren auf Ersuchen der Beschwerdegegner auf die Frage, ob der Beschwerdeführer die ihm auferlegte Prozesskaution rechtzeitig geleistet habe bzw. ob diesbezüglich dem Eintreten auf die Beschwerde Hinderungsgründe entgegenstünden.

Mit Zirkulationsbeschluss vom 23. September 2010 trat das Kassationsgericht auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht ein, da die Kautionsleistung verspätet erfolgt und auch ein vom Beschwerdeführer am 3. Juni 2010 eingereichtes Gesuch um Wiederherstellung der Frist verspätet gestellt worden sei.

C.
Der Beschwerdeführer erhob Beschwerde in Zivilsachen mit dem Antrag, diesen Nichteintretensentscheid der Vorinstanz aufzuheben.

Die Beschwerdegegner schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
Eine Beschwerde an das Bundesgericht ist hinreichend zu begründen, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 134 II 244 E. 2.2; 133 III 439 E. 3.2). Macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV geltend, genügt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; er hat vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieser offensichtlich unhaltbar ist (BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 522; 134 II 349 E. 3 S. 352).

2.
Der angefochtene Entscheid datiert vom 23. September 2010. Er erging vor dem Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung am 1. Januar 2011 (AS 2010 1739 ff., 1836; SR 272) in Anwendung kantonalen Zivilprozessrechts (vgl. Art. 404 Abs. 1 ZPO). Daran ändert nichts, dass sich die Vorinstanz bei der Begründung ihres Entscheids an BGE 117 Ib 220 anlehnte, in dem sich das Bundesgericht zur Anwendung von bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen äusserte. Die Anwendung kantonalen Verfahrensrechts prüft das Bundesgericht einzig auf Willkür hin (BGE 135 V 2 E. 1.3). Daher kann das Bundesgericht vorliegend insbesondere nicht frei prüfen, ob die Prozesskaution nach Sinn und Zweck der in BGE 117 Ib 220 publizierten Rechtsprechung als fristgerecht geleistet zu betrachten sein könnte, wie der Beschwerdeführer geltend macht.

Der Beschwerdeführer lässt eine rechtsgenüglich begründete Willkürrüge vermissen, in der er dartun würde, welche kantonalrechtlichen Verfahrensbestimmungen die Vorinstanz qualifiziert unrichtig angewendet haben soll und inwiefern, indem sie schloss, die Prozesskaution sei verspätet geleistet worden (vgl. BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 521 f.; 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.). Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden.

Unabhängig davon ist festzuhalten, dass eine offensichtlich unhaltbare Rechtsanwendung im vorliegenden Fall auch nicht erkennbar ist. Es kann dazu auf die nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz (S. 5 f. E. 2a) und die Stellungnahme der Gegenpartei zur Beschwerde (S. 6 f.) verwiesen werden.

3.
Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 3'500.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Januar 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Widmer

Parole chiave

inadmissibilityreasoning requirementarbitrariness reviewsecurity depositparty costscourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal complaint against the cantonal non-entry decision was sufficiently reasoned and could challenge the finding that the security deposit was paid late.

Decisione estratta

The complaint did not meet the Federal Supreme Court's reasoning requirements; no properly substantiated arbitrariness challenge was made against the cantonal procedural ruling.

Motivazione estratta

The appellant failed to identify which cantonal procedural rules were allegedly misapplied and in what way. The court also noted that any manifestly untenable application of the law was not apparent.

Questione giuridica chiave

Cost allocation after non-entry on the federal complaint.

Decisione estratta

The appellant must bear the court costs and pay the respondents party compensation.

Motivazione estratta

Because the complaint was not entered into, the losing party bears costs and compensation under the Federal Supreme Court Act.

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