Non-entry for insufficiently reasoned appeal in tenancy case

4A_557/2013Tribunale federale / I divisione civile12 dic 2013Inadmissible

Sintesi

The Federal Supreme Court did not enter into the tenant’s complaint against a Thurgau appellate decision ordering her to vacate a house. It held that the filing failed to satisfy the statutory reasoning requirements because it did not adequately address the cantonal court’s reasoning or properly raise constitutional grievances. The request for suspensive effect became moot as a consequence. The court waived the charging of court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for reasoning of a complaint before the Federal Supreme Court. A federal complaint must, by reference to the considerations of the challenged decision, specify which rights were infringed; merely asserting disagreement with the outcome is insufficient. Alleged violations of constitutional rights are examined only if expressly raised and substantiated. Where the submission manifestly fails to meet these requirements, the Court does not enter into the complaint in summary proceedings. A request for suspensive effect becomes moot with the non-entry decision. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG in the circumstances.

Testo completo

{T 0/2}

4A_557/2013

Urteil vom 12. Dezember 2013

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.X.________ und C.X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Paul Brantschen,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Mietvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts
des Kantons Thurgau vom 4. November 2013.

In Erwägung,
dass das Bezirksgericht Frauenfeld die Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 21. Oktober 2013 anwies, das Einfamilienhaus am L.________-Weg in K.________ bis spätestens 11. November 2013 zu verlassen;
dass die Beschwerdeführerin an das Obergericht des Kantons Thurgau gelangte, das mit Zirkularentscheid vom 4. November 2013 deren Berufung für unbegründet erklärte und den erstinstanzlichen Entscheid bestätigte;
dass die Beschwerdeführerin den Entscheid des Obergerichts mit Rechtsschrift vom 8. November 2013 beim Bundesgericht anfocht;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Rechtsschrift vom 8. November 2013 den erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;
dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Dezember 2013
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Parole chiave

tenant evictionreasoning requirementsnon-entryconstitutional complaintcourt costssuspensive effect