Inadmissibility for insufficient reasoning in arbitration appeal

4A_543/2009Tribunale federale / I divisione civile4 feb 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the appeal of A. against X. AG as inadmissible. It held that the submission failed to satisfy the statutory reasoning requirements because it did not identify the alleged violations in relation to the cantonal judgment and ignored the narrow scope of review under the arbitration concordat. The appellant's request to be allowed to supplement the appeal after the deadline was rejected. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; appeal reasoning requirements in Federal Supreme Court proceedings. The appellant must, by reference to the reasoning of the contested decision, set out precisely which rights were allegedly violated; the Court does not examine constitutional violations ex officio, but only upon express and substantiated invocation. Where the lower court's cognition was confined to the exhaustive nullity grounds of Art. 36 of the Concordat on Arbitration, the appeal must address that limitation. The grounds of appeal cannot be supplemented after expiry of the time limit under Art. 100 Abs. 1 BGG. Failure to comply results in non-entry (consid. 1).

Testo completo

{T 0/2}
4A_543/2009

Urteil vom 4. Februar 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Schiedsgerichtsverfahren,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer,
vom 15. September 2009.
In Erwägung,
dass der vom Beschwerdeführer angerufene Schiedsrichter mit Entscheid vom 5. September 2008 feststellte, dass die Beschwerdegegnerin wegen Aussichtslosigkeit der Begehren des Beschwerdeführers nicht verpflichtet sei, diesem Kostengutsprache zu erteilen für die Geltendmachung von Zinsen und Entschädigungen für jahrelang zu spät bezahlte Renten und Taggelder und für die Bemühungen gegenüber der Mobiliar Versicherungsgesellschaft als Haftpflichtversicherer für den Unfall vom 22. Juli 2003;

dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid mit Nichtigkeitsbeschwerde gemäss Art. 36 des Konkordates über die Schiedsgerichtsbarkeit anfocht, die vom Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 15. September 2009 abgewiesen wurde;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 28. Oktober 2009 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, das Urteil des Obergerichts vom 15. September 2009 mit Beschwerde anzufechten;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;

dass die Eingabe des Beschwerdeführers diese Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, vor allem weil er völlig ausser Acht lässt, dass die Kognition des Obergerichts auf die Prüfung der in Art. 36 des Konkordates über die Schiedsgerichtsgerichtsbarkeit abschliessend aufgezählten Nichtigkeitsgründe beschränkt war;

dass der am Ende der Beschwerdeschrift geäusserte Antrag, dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Ergänzung der Beschwerde zu geben, unbeachtlich ist, da die Begründung der Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG nicht ergänzt werden kann;

dass somit auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Februar 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Parole chiave

arbitrationinadmissibilityreasoning requirementsappeal deadlinecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal met the reasoning requirements.

Decisione estratta

No. The submission did not explain, with reference to the contested decision, which rights were violated and ignored the limited review of the cantonal court.

Motivazione estratta

A federal appeal must specifically show the alleged violations; constitutional rights are reviewed only if expressly invoked and substantiated. The appellant failed to engage with the cantonal court's limited grounds of review under the arbitration concordat.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant could be allowed to supplement the appeal after expiry of the appeal period.

Decisione estratta

No. An expired appeal deadline cannot be extended by later supplementation of the reasons.

Motivazione estratta

The request for leave to complete the appeal was irrelevant because the reasoning cannot be supplemented after the Article 100 BGG deadline.

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