Federal appeal inadmissible for untimely and unreasoned filing

4A_207/2011Tribunale federale / I divisione civile20 apr 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into X.'s appeal against the Zurich commercial court judgment and the cantonal cassation decision. It held that the filing reached the court after the 30-day deadline and that the appellant's written submissions also failed to meet the Federal Supreme Court's reasoning requirements. In view of the circumstances, the court waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; timeliness and substantiation of a federal appeal. The appeal period runs from the day following service and expires after 30 days; an untimely submission is inadmissible. A federal appeal must, with reference to the challenged decision, specify which rights were violated and, where constitutional rights are invoked, set out the objections expressly and in a reasoned manner; such deficiencies cannot be cured after expiry of the appeal period. If these requirements are manifestly not met, the court may refuse entry under the simplified procedure.

Testo completo

{T 0/2}
4A_207/2011

Urteil vom 20. April 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andras Pakay,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwälte Philipp J. Dickenmann und Amr Abdelaziz,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Kaufvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 25. Juni 2010 und den Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 21. Februar 2011.
In Erwägung,
dass das Handelsgericht des Kantons Zürich die Beschwerdeführerin mit Urteil vom 25. Juni 2010 zur Zahlung von EUR 330'000.-- nebst 5 % Zins seit dem 10. Juli 2007 an die Beschwerdegegnerin verpflichtete;

dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil beim Kassationsgericht des Kantons Zürich anfocht, das mit Zirkulationsbeschluss vom 21. Februar 2011 deren Beschwerde abwies;

dass die Beschwerdeführerin dem Kassationsgericht eine vom 25. März 2011 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, das Urteil des Handelsgerichts und den Beschluss des Kassationsgerichts mit Beschwerde anzufechten;

dass das Kassationsgericht die Rechtsschrift samt einem Begleitbrief vom 28. März 2011 an das Bundesgericht schickte;

dass diese Sendung am 29. März 2011 beim Bundesgericht einging;

dass eine Beschwerde innerhalb von dreissig Tagen nach der Zustellung des angefochtenen Entscheides bzw. der angefochtenen Entscheide beim Bundesgericht eingereicht werden muss (Art. 100 Abs. 1 BGG);

dass der Beschluss des Kassationsgerichts der damaligen schweizerischen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin am 25. Februar 2011 zugestellt wurde;

dass die dreissigtägige Beschwerdefrist am folgenden Tag zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 BGG) und am 28. März 2011 ablief (Art. 45 Abs. 1 BGG);
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Beschwerdebegründung im vorliegenden Fall nach Ablauf der Beschwerdefrist am 28. März 2011 nicht ergänzt werden konnte (Art. 43 und BGE 134 II 244 E. 2.4.2);

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 25. März 2011 den erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Handelsgericht des Kantons Zürich und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. April 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Parole chiave

inadmissibilityappeal deadlinereasoning requirementsfederal supreme courtcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal to the Federal Supreme Court was filed within the statutory time limit

Decisione estratta

The filing was late because the 30-day appeal period expired on 2011-03-28.

Motivazione estratta

The challenged cassation decision was served on 2011-02-25; the time limit began the next day and ran for 30 days. The later submission could not cure the lapse.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the statutory reasoning requirements

Decisione estratta

The submission did not satisfy the requirement to show, by reference to the challenged decision, which rights were violated.

Motivazione estratta

The court held that constitutional complaints are reviewed only if expressly raised and substantiated, and the appellant's filing did not contain sufficient reasoning; supplementation after expiry of the time limit was not possible.

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