Non-entry on appeal; legal aid denied

4A_179/2009Tribunale federale / I divisione civile24 giu 2009Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a Zug cantonal appellate decision that had refused to enter into the case after the appellant did not pay the required advance on costs. The appellant also requested legal aid for the federal proceedings. The Court held that the appeal did not engage with the cantonal reasoning, did not satisfy the federal pleading requirements, and raised new requests that were inadmissible. It therefore did not enter into the appeal, denied legal aid because the appeal was hopeless, and charged the appellant with court costs of CHF 500. No party compensation was awarded to the respondent.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 99 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b sowie Art. 64 BGG; admissibility and substantiation of a civil appeal before the Federal Supreme Court. A federal appeal must specifically and comprehensibly challenge the reasoning of the cantonal decision; mere repetition of prior arguments or failure to address the decisive grounds leads to non-entry. New requests and arguments introduced for the first time before the Federal Supreme Court are inadmissible. Legal aid is to be refused where the appeal is devoid of prospects of success. Costs are allocated according to the outcome, while a party compensation is denied if the respondent incurred no compensable expense.

Testo completo

{T 0/2}
4A_179/2009

Urteil vom 24. Juni 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiberin Feldmann.

Parteien
X.________ AG in Liquidation,
Beschwerdeführerin,

gegen

A.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Arthur Schilter.

Gegenstand
Negative Feststellungsklage; unentgeltliche Prozessführung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung,
vom 10. März 2009.

In Erwägung,
dass das Kantonsgericht des Kantons Zug mit Urteil vom 15. Dezember 2008 die negative Feststellungsklage des Beschwerdegegners gegen die Beschwerdeführerin guthiess und feststellte, dass die in Betreibung gesetzte Forderung von Fr. 350'000.-- nebst Zins nicht bestehe und die Betreibung aufhob;
dass die Beschwerdeführerin gegen dieses Urteil beim Obergericht des Kantons Zug Berufung erhob, welches sie zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 7'000.-- verpflichtete, worauf die Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege ersuchte;
dass das Obergericht dieses Gesuch mit Verfügung vom 19. Februar 2009 abwies mit der Begründung, Aktiengesellschaften könnten keinen Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung erheben, und mit Beschluss vom 10. März 2009 mangels Leistung des Kostenvorschusses androhungsgemäss auf die Berufung nicht eintrat;
dass die Beschwerdeführerin beim Bundesgericht mit Eingabe vom 14. April 2009 Beschwerde erhob sowie am 4. Mai 2009 um unentgeltliche Prozessführung für das bundesgerichtliche Verfahren ersuchte;
dass die Beschwerde in Zivilsachen zulässig ist gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (Art. 75 Abs. 1 BGG), weshalb der kantonale Instanzenzug für Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, auszuschöpfen ist (BGE 134 III 524 E. 1.3. S. 527);
dass es beim erstinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat, sofern die Vorinstanz zu Recht auf die Berufung nicht eingetreten ist;
dass die Beschwerdeführerin in keiner Art und Weise darlegt, inwiefern die Vorinstanz Recht verletzt haben soll, indem sie mangels Leistung des Kostenvorschusses auf die Berufung nicht eingetreten ist, und sich nicht mit der Begründung der Abweisung der unentgeltlichen Rechtspflege auseinander setzt, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass auch davon abgesehen die Beschwerdeführerin mit ihren kaum verständlichen Vorbringen den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht genügt und ihre erstmals vor Bundesgericht gestellten Rechtsbegehren ohnehin unzulässig sind (Art. 99 Abs. 2 BGG);
dass auf die Beschwerde insgesamt in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist;
dass das gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 BGG);
dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Juni 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Klett Feldmann

Parole chiave

non-entrylegal aidsubstantiation requirementsinadmissibilitycourt costscivil appeal

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal complied with the pleading and challenge requirements and was admissible.

Decisione estratta

The appeal did not sufficiently challenge the cantonal reasoning and did not meet the statutory substantiation requirements; the Court therefore would not examine it.

Motivazione estratta

The appellant failed to explain any violation by the lower court, did not address the refusal of legal aid, and raised new requests only at the federal stage; non-entry was justified under the Federal Supreme Court Act.

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted for the federal proceedings.

Decisione estratta

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motivazione estratta

Since the appeal was inadmissible, it was manifestly hopeless.

Questione giuridica chiave

How the costs of the federal proceedings should be allocated.

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant; no party compensation was awarded to the respondent.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings, and the respondent incurred no compensable expense.

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