Revision of Federal Supreme Court cost order refused

2F_19/2012Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico20 set 2012Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X. sought revision of the Federal Supreme Court's 2006 judgment only in relation to the costs order, invoking alleged criminal conduct at the University of Zurich. The Court held that the request did not substantiate any statutory ground for revision and was therefore obviously inadmissible. It refused legal aid because the filing had no prospect of success and ordered the applicant to pay CHF 600 in court costs. No party compensation was awarded.

Massima Omnilex

Art. 121 ff., Art. 42 Abs. 2, Art. 64, Art. 66 Abs. 1, Art. 127 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment only on exhaustively listed grounds, to be pleaded specifically and in a manner engaging with the challenged decision. A mere reference to external circumstances or earlier allegations does not suffice to establish a revision ground, in particular where no causal influence on the judgment is shown. If the application is manifestly inadmissible or hopeless, the Court may decide without exchanging submissions, refuse legal aid, and allocate costs to the unsuccessful applicant (consid. 2-3).

Testo completo

{T 0/2}
2F_19/2012

Urteil vom 20. September 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Seiler,
Bundesrichter Stadelmann,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

  1. Universität Zürich, vertreten durch Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Zürich,
  2. Rekurskommission der Zürcher Hochschulen, Gesuchsgegner,

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer.

Gegenstand
Revision des Bundesgerichtsurteils 2P.211/2006 vom 5. Oktober 2006; Kosten,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2P.211/2006 vom 5. Oktober 2006.

Erwägungen:

1.
Seit Jahren veranlasst X.________ (geb. 1946) zahlreiche Verfahren bezüglich seines zahnärztlichen Studiums. Am 16. Juni 2006 trat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich auf ein gegen sein Mitglied Y.________ gestelltes Ausstandsbegehren nicht ein und wies die Beschwerde sowie das für das Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab, soweit es darauf eintrat. Mit Urteil vom 5. Oktober 2006 trat das Bundesgericht auf eine staatsrechtliche Beschwerde hiergegen nicht ein, wobei es die Kosten von Fr. 800.-- X.________ auferlegte. Dieser beantragt mit Eingabe vom 3. September 2012, das entsprechende Urteil im Kostenpunkt zu revidieren.

2.
2.1 Entscheide des Bundesgerichts werden mit ihrer Ausfällung rechtskräftig; es steht kein ordentliches Rechtsmittel dagegen offen (vgl. Art. 61 BGG). Das Bundesgericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz abschliessend genannten Revisionsgründe (Art. 121 ff. BGG) erfüllt ist, wobei der Betroffene sein Gesuch den Vorgaben von Art. 42 Abs. 2 BGG genügend zu begründen hat, d.h., er muss in gedrängter Form, sachbezogen und in Auseinandersetzung mit den Ausführungen im zur Revision beantragten Entscheid dartun, weshalb und inwiefern ein bestimmter Revisionsgrund vorliegt.

2.2 Die Eingabe des Gesuchstellers genügt diesen Anforderungen nicht: Er beruft sich zwar darauf, dass im Sinne von Art. 123 Abs. 1 BGG durch ein Verbrechen oder Vergehen auf den Entscheid eingewirkt worden sei, doch nimmt er dabei Bezug auf einen 2003 veröffentlichten Bericht über einen "Titelschwindel" an der Uni Zürich, wobei nicht ersichtlich ist, inwiefern dieser bzw. die entsprechenden Probleme geeignet gewesen sein könnten, auf das Urteil vom 5. Oktober 2006 einzuwirken; im Übrigen hätte es dem Beschwerdeführer freigestanden, sich allenfalls bereits im damaligen Verfahren hierauf zu berufen (vgl. Art. 124 Abs. 1 lit. d BGG). Der Beschwerdeführer legt damit nicht sachbezogen dar und es ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Revisionsgrund gegeben und die Kostenfrage deshalb neu zu regeln wäre.

3.
Das vorliegende Revisionsgesuch hat als offensichtlich unzulässig zu gelten; es ist darauf ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten (vgl. Art. 127 BGG). Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht entsprochen werden, da die Eingabe als zum Vornherein aussichtslos zu gelten hatte (vgl. Art. 64 BGG). Der Gesuchsteller wird kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (vgl. Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. September 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar

Parole chiave

revisioninadmissibilitylegal aidcourt costsreasoned applicationcost order

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the request for revision of the Federal Supreme Court judgment's cost award was admissible and sufficiently reasoned.

Decisione estratta

The application did not set out a concrete statutory ground for revision in a substantiated manner and was therefore inadmissible.

Motivazione estratta

The applicant merely referred to a 2003 report about alleged misconduct at the University of Zurich, without showing how it could have influenced the 2006 judgment; revision grounds under the BGG are exhaustive and must be specifically argued under Art. 42(2) BGG.

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted for the revision proceedings.

Decisione estratta

Legal aid was refused because the filing was manifestly hopeless.

Motivazione estratta

Since the revision request was obviously inadmissible from the outset, it had no prospect of success within the meaning of Art. 64 BGG.

Questione giuridica chiave

How the costs of the revision proceedings should be allocated.

Decisione estratta

Court costs of CHF 600 were imposed on the applicant.

Motivazione estratta

As the applicant was unsuccessful, he was ordered to bear the costs under Art. 66(1) BGG; no party compensation was due.

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