Non-entry for failure to pay court cost advance

2E_5/2009Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico24 dic 2009Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X.________ brought an original action against the Swiss Confederation seeking damages and compensation. The Federal Supreme Court refused legal aid as manifestly hopeless, ordered an advance on costs, and set a non-extendable grace period. The subsequent orders were deemed served despite undeliverable mail, and the claimant still failed to pay the advance. The Court therefore did not enter into the action and charged the claimant with court costs of CHF 300.

Massima Omnilex

Art. 62 Abs. 1 und 3 BGG; Art. 44 Abs. 2 BGG; non-payment of the court cost advance and deemed service of the deadline order. A party seising the Federal Supreme Court must pay an advance on probable court costs. If the advance is not paid within the fixed time limit and the non-extendable grace period, the Court shall not enter into the filing. A notification sent to the address given by the party is deemed served at the latest on the seventh day after the first unsuccessful delivery attempt, in particular where the party failed to notify a change of address or prolonged absence. Court costs are borne by the losing party under Art. 66 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
2E_5/2009

Urteil vom 24.Dezember 2009
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Bundesrichter Merkli, Karlen,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Kläger,

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft, handelnd durch das Eidgenössische Finanzdepartement,
Beklagte.

Gegenstand
Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren,

Klage.

Nach Einsicht
in die Klage von X.________ vom 8. Oktober 2009 gegen die Schweizerische Eidgenossenschaft,
in die Verfügung des Bundesgerichts vom 27. Oktober 2009, womit das Gesuch des Klägers um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsanwalts wegen Aussichtslosigkeit der Klage abgewiesen wurde,
in die an die in den Eingaben des Klägers angegebene Adresse versandte Verfügung vom 30. Oktober, womit dieser aufgefordert wurde, bis spätestens am 23. November 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- einzuzahlen,
in die Verfügung vom 30. November 2009, womit dem Kläger eine nicht erstreckbare Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 10. Dezember 2009 angesetzt wurde, unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall,

in Erwägung,
dass die Partei, die das Bundesgericht anruft, einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten zu leisten hat (Art. 62 Abs. 1 BGG),
dass der Abteilungspräsident (vgl. Art. 32 Abs. 1 BGG) zur Leistung des Kostenvorschusses eine angemessene Frist und bei deren unbenütztem Ablauf eine Nachfrist ansetzt, wobei das Bundesgericht auf die Eingabe nicht eintritt, wenn der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht geleistet wird (Art. 62 Abs. 3 BGG),
dass die mit Gerichtsurkunde versandte Verfügung vom 30. Oktober 2009, versehen mit dem Vermerk "nicht abgeholt", an das Bundesgericht zurückgelangt ist,
dass auch die als Einschreibesendung verschickte Verfügung vom 30. November 2009, versehen mit dem Vermerk "Empfänger konnte unter angegebener Adresse nicht ermittelt werden", an das Bundesgericht zurückgelangt ist,
dass eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adressaten oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt gilt (Art. 44 Abs. 2 BGG), was namentlich dann gilt, wenn die betroffene Partei es in Missachtung der ihr aufgrund des Prozessrechtsverhältnisses obliegenden Pflicht unterlassen hat, dem Bundesgericht die allfällige Änderung der von ihr angegebenen Adresse oder eine längere Abwesenheit bekannt zu geben (vgl. BGE 130 III 396 E. 1.2.3 S. 399; 115 Ia 12 E. 3a S. 15; 107 V 187 E. 2 S. 189 f.),
dass mithin die Verfügung vom 30. November 2009 als zugestellt und die Nachfristansetzung und die diesbezügliche Nichteintretensandrohung als eröffnet gilt,
dass der Kläger den ihm auferlegten Kostenvorschuss auch innert der ihm angesetzten Nachfrist nicht bezahlt hat, weshalb gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG auf die Klage nicht einzutreten ist,
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) entsprechend dem Verfahrensausgang dem Kläger aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Klage wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Kläger auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Dezember 2009
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Parole chiave

cost advancenon-entrydeemed servicelegal aidcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the court could enter into the action despite non-payment of the required cost advance after the final deadline.

Decisione estratta

No. Because the claimant failed to pay the advance even within the non-extendable grace period, the court could not enter into the action.

Motivazione estratta

Under Art. 62 BGG, the party must pay an advance on estimated costs; if the advance is not paid within the deadline and grace period, the Federal Supreme Court must not hear the filing. The order setting the grace period was deemed served under Art. 44(2) BGG.

Questione giuridica chiave

How the court costs should be allocated.

Decisione estratta

The court costs were imposed on the claimant in light of the procedural outcome.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66 BGG.

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