Non-entry for insufficient reasoning in constitutional complaint

2D_82/2009Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico21 gen 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X. brought a damages action against the Canton of Solothurn concerning disclosure of health data. The cantonal court refused free legal aid and ordered a CHF 1,000 advance payment. The applicant then filed an insufficiently reasoned constitutional complaint with the Federal Supreme Court. The Court held that the submissions did not meet the reasoning requirements of Art. 42(2) BGG, declared the complaint inadmissible in simplified procedure, refused federal legal aid because the case was hopeless, and charged court costs of CHF 300 to the applicant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; form and reasoning requirements of a complaint to the Federal Supreme Court. A complaint must, in a concise and intelligible manner, engage with the challenged decision and indicate, by reference to the reasoning of the authority below, which federal rights or constitutional guarantees were violated. Mere assertions or repetition of the case position are insufficient. Where the pleading manifestly fails to satisfy these requirements, the Court may refuse entry in simplified proceedings. A request for legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG is to be denied when the complaint lacks prospects of success; the unsuccessful party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
2D_82/2009

Urteil vom 21. Januar 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Solothurn, vertreten durch das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Solothurn.

Gegenstand
Schadenersatz,

Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 4. Dezember 2009.

Erwägungen:
Im Zusammenhang mit der Weitergabe von Gesundheitsdaten gelangte X.________ mit einer Klage gegen den Kanton Solothurn auf Bezahlung von Schadenersatz an das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn. Mit Verfügung seines Präsidenten vom 4. Dezember 2009 lehnte das Verwaltungsgericht das Gesuch von X.________ um unentgeltliche Rechtspflege ab; zugleich wurde er aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

Mit Eingabe ans Bundesgericht vom 10. Dezember (Postaufgabe 9. Dezember) 2009 erklärte X.________, "Beschwerde gegen öffentliches Recht mit Unentgeltlicher Rechtspflege" führen zu wollen. Im Auftrag des Präsidenten der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts wurde er mit Schreiben vom 10. Dezember über die formellen Anforderungen, denen eine Beschwerdeschrift genügen muss, und allgemein über die Beschwerdemodalitäten informiert; zugleich wurde erwähnt, dass die Eingabe vom 9/10. Dezember 2009 den erwähnten Anforderungen nicht genüge, die Beschwerdefrist aber noch laufe und eine verbesserte Beschwerdeschrift nachgereicht werden könne. Am 11. Dezember 2009 reichte der Beschwerdeführer einen mit dem Datum vom 12. Dezember 2009 versehenen Beschwerdenachtrag ein.

Das Verwaltungsgericht hat das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der dort eingereichten Klage abgewiesen. Inwiefern es damit in der Anwendung kantonaler Gesetzesbestimmungen über die unentgeltliche Rechtspflege schweizerisches Recht oder unmittelbar sich aus der Verfassung ergebende Garantien verletzt haben könnte, lässt sich den zwei Eingaben des Beschwerdeführers nicht entnehmen. Es fehlt damit offensichtlich an einer hinreichenden, den dem Beschwerdeführer am 10. Dezember 2009 geschilderten Anforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Beschwerdebegründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.

Da sich die vorliegende Beschwerde (schon aus formellen Gründen) als aussichtslos erweist, kann dem auch für das bundesgerichtliche Verfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG). Entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Januar 2010

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Parole chiave

legal aidinadmissibilityreasoning requirementconstitutional complaintcourt costsprospects of successnon-entry

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the constitutional complaint met the reasoning requirements for federal review.

Decisione estratta

The submissions did not show, with sufficient reasoning, how the cantonal refusal of legal aid violated federal law or constitutional guarantees.

Motivazione estratta

The complaint did not satisfy Art. 42(2) BGG; the alleged errors in applying cantonal legal-aid rules were not developed in a way that allowed review.

Questione giuridica chiave

Whether federal legal aid should be granted for the complaint proceedings.

Decisione estratta

Legal aid was refused because the complaint had no prospects of success.

Motivazione estratta

Since the complaint was already inadmissible for formal reasons, it was manifestly without prospects of success within the meaning of Art. 64(1) BGG.

Questione giuridica chiave

Costs of the federal proceedings.

Decisione estratta

Court costs were imposed on the losing applicant.

Motivazione estratta

Under Art. 66(1) BGG, the unsuccessful party bears the costs.

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