Tax appeal dismissed as out of time

2C_913/2011Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico8 nov 2011Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X. appealed to the Federal Supreme Court against the Bern Administrative Court's dismissal of his tax complaints for 2006. He first submitted only an appeal notice with a request to extend the deadline, then filed a reasoned brief after the deadline had expired. The Court held that the 30-day appeal period was not extendable and that a timely filing must already contain requests and reasons. It therefore refused to enter into the appeal in simplified proceedings and ordered CHF 500 in court costs against the appellant.

Massima Omnilex

Art. 100 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1, Art. 48 Abs. 1 and Art. 42 Abs. 1-2 BGG; time limit for appeal and formal requirements of the initial submission; an appeal deadline cannot be extended and is preserved only by a timely filing containing requests and reasons. A mere notice of appeal with a request for extension does not satisfy the requirement. If the appeal is manifestly inadmissible for lateness, the Federal Supreme Court may refuse to enter into the matter in simplified proceedings under Art. 108 BGG (consid. 2). Court costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
2C_913/2011
2C_914/2011

Urteil vom 8. November 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern.

Gegenstand
Kantons- und Gemeindesteuern 2006, direkte Bundesstreuer 2006; Unterstützungsabzug,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Einzelrichter, vom 29. September 2011.

Erwägungen:

1.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies mit Urteil des Einzelrichters vom 29. September 2011 zwei Beschwerden von X.________ betreffend die Veranlagungen zu den Kantons- und Gemeindesteuern sowie zur direkten Bundessteuer 2006 ab.

Mit Schreiben vom 28. Oktober 2011 erklärte X.________, gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Beschwerde zu erheben. Er ersuchte das Bundesgericht um eine Fristverlängerung für die Nachreichung der Begründung und ergänzender Unterlagen bis am 30. November 2011. Noch am 31. Oktober 2011, am Tag des Eintreffens besagten Schreibens beim Bundesgericht, wurde der Beschwerdeführer darüber belehrt, dass die Beschwerdefrist nicht verlängert werden könne und eine mit Begehren und deren Begründung versehene Rechtsschrift innert dieser Frist eingereicht werden müsse, wobei auch der angefochtene Entscheid beizulegen sei.

Am 7. November 2011 reichte der Beschwerdeführer eine mit Sachverhalt, "Ausführungen" und Antrag versehene Rechtsschrift ein.

2.
Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Gemäss Art. 44 Abs. 1 BGG beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen. Die Beschwerde gilt als rechtzeitig erhoben, wenn die Beschwerdeschrift spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben wird (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Frist wird bloss gewahrt, wenn vor deren Ablauf eine Rechtsschrift eingereicht wird, welche den formellen Anforderungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG genügt, d.h. Begehren und deren Begründung enthält.

Das am 30. September 2011 mit Gerichtsurkunde versandte Urteil des Verwaltungsgerichts ist dem Beschwerdeführer am 3. Oktober 2011 zugestellt worden, wie sich aus dem Formular "Sendungsverfolgung" der Schweizerischen Post ergibt. Die Beschwerdefrist lief mithin am 2. November 2011 ab. Innert dieser Frist ist dem Bundesgericht bloss die mit einem Fristverlängerungsgesuch versehene Beschwerdeanmeldung vom 28. Oktober 2011 vorgelegt worden; sie genügt zur Fristwahrung nicht. Die Rechtsschrift vom 7. November 2011 ist erst nach Ablauf der Beschwerdefrist der Post übergeben worden.

Auf die verspätete und insofern offensichtlich unzulässige Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters, ohne Schriftenwechsel oder weitere Instruktionsmassnahmen, im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Einzelrichter, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. November 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Parole chiave

taxationappeal deadlineinadmissibilityformal requirementscourt costssupport deduction

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint against the cantonal judgment was filed within the statutory time limit and in compliant form.

Decisione estratta

No. The appeal period expired on 2011-11-02; only a bare appeal notice with a request for extension was filed in time, and the reasoned submission came after expiry.

Motivazione estratta

Under Arts. 100(1), 44(1), 48(1), and 42(1)-(2) BGG, the deadline cannot be extended and is met only by a timely submission containing requests and reasons. The later filing on 2011-11-07 was out of time.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs.

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66(1) BGG.

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